#41 Auslaufgestaltung bei Legehennen: So nutzen Hühner die ganze Fläche
Shownotes
Wie lässt sich ein Legehennenauslauf so gestalten, dass die Hühner möglichst die gesamte Fläche nutzen? Welche Strukturen bieten ausreichend Schutz und worauf kommt es bei der Planung und Bewirtschaftung an?
In dieser Folge von WIR BIO-BAUERN spricht Naturland Beraterin Nadine Lebeau mit Naturland Geflügelberaterin Annette Alpers und Bio-Legehennenhalter Lukas Berwinkel über die Auslaufgestaltung in der ökologischen Legehennenhaltung.
Lukas berichtet von seinen Erfahrungen mit Pappelstreifen, die den Hühnern als natürliche Leitbahnen und Rückzugsorte dienen. Dabei geht es nicht nur um die Vorteile, sondern auch um Herausforderungen bei der Pflege, Hygiene und Bewirtschaftung des Auslaufs.
Darum geht’s in dieser Folge:
• welche Vorgaben für den Auslauf von Bio-Legehennen gelten,
• wie Bäume, Hecken und künstliche Schutzeinrichtungen die Flächennutzung verbessern können,
• welche Erfahrungen Lukas mit Pappelstreifen gemacht hat und was er bei der nächsten Anlage anders plant,
• welche Materialien sich für den stark beanspruchten stallnahen Bereich eignen und welche Probleme auftreten können,
• und welche Möglichkeiten es gibt, Legehennen vor Beutegreifern zu schützen.
Jetzt reinhören und erfahren, was bei der Auslaufgestaltung wirklich zählt!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben uns dann bei den ersten Gedanken zum Stallbauerausstelle angeguckt, die eben auch schon Pappeln im Auslauf hatten.
00:00:05: Das hat uns wirklich gut gefallen weil das auf dem Tier dann einen möglichen Naturnahmen Lebensraum
00:00:10: bietet.".
00:00:11: Das war Lukas Baerwinkel, Betriebsleiter eines Bio-Legehennenbetriebs in NRW.
00:00:16: Ich habe mich mit ihm und Annette Alpers über die Gestaltung von Legehennenausläufen unterhalten Welche Vorgaben es hier gibt?
00:00:24: Welche Möglichkeiten der Umsetzung und wie man die Hennen dazu bewegen kann, den Auslauf möglichst großflächig zu nutzen.
00:00:32: Alles weitere erfahrt ihr in der Podcastfolge nach dem Intro.
00:00:38: Viel Spaß!
00:00:51: Wir liefern dir Praxisnahe Tipps und Impulse, die dir helfen können deinen Biobetrieb erfolgreicher und effizienter zu gestalten.
00:00:58: Als Beratung für Naturland begleiten wir dich auf diesem Weg!
00:01:01: Also packen wir es an!
00:01:06: Herzlich willkommen zum Podcast Wir Bio-Bauern.
00:01:10: Mein Name ist Nadine LeBeaux.
00:01:11: Ich bin bei Naturland Regionalberaterin für Rheinland-Pfalz und das Saarland Und ich bin natürlich heute nicht alleine hier sondern habe zwei Gäste meine Kollegin Annette Alpers von der Beratung für Naturland und Lukas Bärwinkel, Erstbetriebsleiter eines Legehennen-Betriebes in NRW.
00:01:30: Ihr beide stellt euch doch gerne nochmal selbst kurz vor.
00:01:33: Annette ich würde sagen Ladies First?
00:01:36: Ja danke Nadine mein Name ist Annetta Alpers.
00:01:39: Ich bin für die Beratungen für Naturlands tätig im Nordwesten das schon seit vielen Jahren mit dem Schwerpunkt Geflügel.
00:01:46: Super Danke dir!
00:01:47: So Lukas jetzt bist du dran.
00:01:50: Ja, vielen Dank Nadine.
00:01:51: Freut mich dass ich heute hier sein darf.
00:01:53: Vielen Dank auch schon für die Vorstellungen ist richtig bin Lukas Berwinkel.
00:01:57: wir bewirtschaften seit zwei tausend zweiundzwanzig ein Naturland legenden Betrieb in Paraborn-Borchen und haben dafür zwölftausend Plätze in einen zwanzig und zweinfanzig neu gebaut und haben dort auch schon im Jahr einzwanzigt die ersten Pappel an Pflanzung um angelegt um unseren Auswahl zu strukturieren.
00:02:16: Super!
00:02:17: Vielen dank euch beiden.
00:02:19: Man könnte ja jetzt meinen, es ist eigentlich ganz einfach.
00:02:22: Ich mache die Auslaufklappen von meinem Hühnerstall auf.
00:02:25: Die Hühners stehen schon freudiger Erwartung an den Klappen und sobald die Türen auf sind stürmen sie raus in den Auslauf verteilen sich gleichmäßig und gehen auch über den gesamten Tag bis nach ganz hinten zum Zaun und sind einfach glücklich picken und scharren und kommen dann abends ganz von alleine wieder zurück in den Stall.
00:02:46: Aber ist das denn wirklich?
00:02:48: So einfach und reicht Ihnen einfach nur eine grüne Fläche?
00:02:52: oder braucht es da vielleicht doch noch ein bisschen mehr?
00:02:54: Annette, magst du zu Beginn nochmal ganz kurz was zu dem Verhalten von Hühnern und ihren arteigenen Bedürfnissen sagen.
00:03:04: Ja, Hühler sind ja grundsätzlich neugierige Tiere und in dem Moment wo Du die Klappen aufmachst haben die Hühne auch das Bedürftnis ihre Umgebung zu erkunden.
00:03:15: Ein Huhn soll ja in dem Auslauf das Arteigene Verhalten ausleben.
00:03:20: Das heißt, es soll Futter aufnehmen.
00:03:24: Ungefähr vierzig bis sechzig Prozent der Hellphase beschäftigt sich ein Huhn mit der Futtersuche.
00:03:31: Außerdem ist der Sinn von dem Auslauch hier auch noch Gefiederpflege und Staubbaden und natürlich die Bewegung.
00:03:40: Und Hühner sind natürlich auch Schutzbedürftige Tiere.
00:03:43: Also muss man gucken, wie man den Hühnern diesen Schutz auch bieten kann.
00:03:48: Also hat das Huhn ja schon dass das natürliche Bedürfnis wenn ich das so richtig verstanden habe, dass es auch raus in den Auslauf möchte weil es eben ein Großteil seines Tagesablaufs einfach ausmacht zu picken und zu scharren und nicht nur mal kurz den Schnabel in den frischen Wind zu halten sondern das ist wirklich das ateigende Verhalten.
00:04:07: Jetzt beschäftigen wir uns ja heute explizit mit der Bio-Legehennenhaltung, also auch der Auslauf für Biohühner.
00:04:16: Gibt es da denn vonseiten der Ökoverordnung bestimmte Vorgaben die man als Biobetrieb einhalten muss?
00:04:24: Und wenn ja wie genau sehen sie denn aus?
00:04:26: Ja, die Öko Verordnung schreibt
00:04:28: vier Quadratmeter
00:04:30: Auslauf pro Legehenne vor.
00:04:32: Die Besonderheit bei Naturland ist noch dass diese vier Quadratmeter im Umkreis von hundertfünfzig Meter zum Stand liegen müssen.
00:04:39: Und die Öko-Verordnung schreibt auch vor, dass die Tiere immer dann rausmüssen werden der physiologische Zustand der Tiere und die Witterungsverhältnisse es
00:04:49: zulassen.".
00:04:50: Das heißt ab wann ungefähr sollten denn die Legehennen in den Auslauf?
00:04:54: Da hat sich die Ökoverordnung ein bisschen die Uhrzeit abgeguckt.
00:04:58: aus dem konventionellen Bereich, das heißt ab zehn Uhr morgens sollten die Klappen schon aufgehen.
00:05:03: Die zehn Uhr stehen so definitiv in der Öko-Verordnung nicht drin.
00:05:07: und die zweite Frage, die mir immer gestellt wird ist wenn die Junghände in den Legehänden steil kommt, ab wann müssen dann die Legehände im grünen Auslauf?
00:05:16: Das war in der Vergangenheit immer ziemlich kompliziert geregelt und jetzt haben wir im Gespräch mit den Behörden und darauf geeinigt, dass sie immer rauskommen dann wenn Sie sich an den Stall gewöhnt haben.
00:05:31: Also es heißt jetzt in diesem neu erschienenen Praxisleitfaden der ist im Februar zwei tausend sechsundzwanzig veröffentlicht sollte es nach dem Grundsätzen der guten fachlichen Praxis erforderlich sein die Tiere für eine begrenzte Zeit im Stall zu belassen.
00:05:48: im Hinblick auf das Tierwohl um die Nestgängigkeit zu fördern und das Auffinden von Futter- und Tränkestellen sicherzustellen sowie im Hinblick auf die Lebensmittelhygiene, um Bodeneier zu verhindern ist dies möglich.
00:06:02: Dieser Zeitraum muss plausibel sein und dokumentiert werden und das gibt den Praktikanten wieder ein bisschen mehr Spielraum als es vielleicht vorher der Fall war.
00:06:12: Lukas du hast ja schon gesagt in deiner Vorstellung Ihr habt euren Auslauf mit Pappeln gestaltet.
00:06:21: Magst du mal kurz erzählen, wie seid ihr denn überhaupt vorgegangen bei der Planung eures Stalls und eures Auslaus?
00:06:27: Was waren da so eure Gedanken?
00:06:29: Wie seid ihr vorgegangen?
00:06:30: Habt ihr euch noch einmal zusätzliche Beratungen eingeholt?
00:06:34: Wie lief das bei euch ab?
00:06:37: Genau also wir haben uns eigentlich relativ früh oder zuerst mit der Lage generell des Stalls beschäftigt weil es geht ja darum Annette hat sie eben schon kurz auch erläutert dass den Stall so positionieren, dass dieser Auslauf eben auch im Rad ist von hundertfünfzig Metern für die Hühner erreichbar ist.
00:06:52: Und das setzt dann ja eigentlich grundsätzlich schon mal voraus, dass man den Stall relativ mittig auf der Fläche positioniert.
00:07:00: Das hat tatsächlich bei uns dann auch schon die eine oder andere Diskussion mit den alten Teilen geführt weil man ja früher Stelle immer in die Ecke gestellt hat und nicht mitten auf den Stall, mitten.
00:07:12: Das hat sich aber im Endeffekt jetzt wirklich als sehr positiv dargestellt, den Stall möglichst mittig zu positionieren.
00:07:19: Weil einfach die Hühner gleichmäßig dann den Auslauf erreichen können.
00:07:23: und wenn wir dann die Lage des Stalls für uns festgemacht haben, dann eben auch Zeichnungen vom Architekten hatten sind wir tatsächlich zur Beratung gegangen natürlich erstmal mit Naturland ins Gespräch gegangen und dann gibt es ja auch Unternehmen in Deutschland wie dann die Pappeln für einen Pflanzen die uns dann weitergeholfen haben, mit wie soll man die Strahlen oder die Pappeln anlegen.
00:07:44: Im Endeffekt ist es dann hinterher so geworden dass wir in Paderborn also die Pappele strahlendförmig im Endeffek wie Sonnenstrahlen rund um den Stall angelegt haben, dass die Tiere eben immer Leitbahnen in den Auslauf hinaus haben.
00:07:58: Man muss sich das so vorstellen, dass wir die PAppelen immer in sechs Reihen, die haben einen zwei Meter reinen Abstand gepflanzt und dann eben auslaufend vom Stall in die Fläche.
00:08:09: Natürlich immer ein bisschen an der Orientierung, wo gehen hinter die Zäune entlang?
00:08:13: Die eben auch die Abteile untereinander trennen und das Ganze sieht jetzt aus dem Luftbild heraus ja so ein bisschen aus wie Sonnenstrahlen, die eben vom Stall aus in die fläche reingehen.
00:08:24: Und bei der Anlage muss man natürlich dann auch viel sich zumindest schon mal damit beschäftigen dass man eine fünftige Bodenbearbeitung macht weil wir haben Die Pflanzung auch schon vor Baubeginn gemacht, also wir haben dann wirklich nur dreißig Zentimeter lange Stecklinge mit einer Pflansmaschine die das Unternehmen für uns bereitgestellt hat eben in der Erde gesteckt.
00:08:43: Aber dafür braucht man ein sehr lockeres Pflantzbeet und eben auch eine vernünftige Unkrautmanagement dass man dann auch danach im darauf folgenden Jahr dann eben auch die Pappeln groß bekommt und muss sich dann doch auch ein bisschen darum kümmern.
00:08:56: Hattet ihr während der Planungsphase auch noch andere Varianten im Kopf?
00:09:01: Du hast ja gesagt, du habt euch für die Pappeln entschieden.
00:09:04: Aber gab es da noch andere Möglichkeiten, die ihr in Erwägung gezogen
00:09:08: hattet?
00:09:09: Also wir haben uns schon viel Gedanken gemacht weil wenn man sonst durch die Gegend fährt und andere Rühnerausläufe sieht oder als wir uns Stelle angeguckt haben hat man eben viele Ställe gesehen In dem Sinne keine richtige Strukturierung im Auslauf hatten.
00:09:22: Da wurden dann Hütten gebaut, sei es aus Getreidebelüftungsrohren oder eben aus gebogenen Baustallmatten und die Hütte wurden dann in den Auslauf gestellt aber die fliegen ja durchaus bei Sturm auch mal weg.
00:09:34: Und wir haben uns dann beim ersten Gedanken zum Stallbauausstelle angeguckt Die eben auch schon Pappeln im Auslaf hatten.
00:09:39: Das hat uns wirklich gut gefallen weil das auf dem Tier einen löblichen naturnahen Lebensraum bietet Und haben uns dann im Endeffekt für die Pappeln und gegen diese Hütten entschieden, weil auch die Hütte zu biegen, die zu basteln, das kostet Zeit und Geld.
00:09:54: Das ist sehr richtig!
00:09:56: Wie du sagst mit den Pappel, dass es ja wirklich sehr ... ich sage mal naturnah und kommt dem natürlichen Verhalten und dem natürliche Lebensraum der Hühner schon sehr nah.
00:10:05: Du hast es eben auch schon angesprochen Lukas?
00:10:09: möglicherweise noch für andere Varianten gibt, um den Auslauf zu strukturieren.
00:10:13: Um die Hühner möglichst weit nach hinten in dem Auslauf auch zu locken sollen ja im Idealfall wirklich die gesamte Auslauffläche auch nutzen und nicht nur den Stall nahen Bereich.
00:10:25: Annette Lukas hat sie eben schon kurz angedeutet.
00:10:28: neben diesen natürlichen Elemente wie es jetzt zum Beispiel bei Lukas Die Pappeln sind gibt das ja auch noch die Möglichkeit künstliche Schutzeinrichtung im Auslauf den Tieren anzubieten.
00:10:39: Hast du da noch ein paar Beispiele, was man in der Praxis antrifft und vielleicht auch den einen oder anderen Vor- oder Nachteil?
00:10:49: Genau!
00:10:49: Also es gibt künstliche Schutzvorrichtungen.
00:10:52: Da ist derzeit keine Anzahl vorgegeben.
00:10:55: Man muss aber wissen das Huhn bewegt sich ungefähr zwanzig Meter ohne Schutz.
00:11:00: also wenn man gar keinen Bewuchs hat dann muss man relativ viele Schutzeinrichtungen für die Hühner haben.
00:11:07: Die dürfen nicht zu niedrig sein, weil wenn das Gras hoch wächst, dann suchen sie darunter nicht mehr Schutz bei der Abstand vom Boden bis zur Hüttendecke vielleicht nur über fünfzig Zentimeter geträgt.
00:11:21: Das ist zu niedrig und die muss so groß sein dass eine Gruppe von Hühnern da runter Platz findet, weil das Huhn sich meistens in Gruppen bewegt.
00:11:31: Die Empfehlung ist fünf Quadratmeter, das ist aber nirgendwo festgelegt.
00:11:34: Aber das ist die Empfehnung pro Unterstand.
00:11:37: fünf Quadrate Meter pro Huhn Ja und dann ist diese gebogene Stahlmatte mit dem Windschutznetz eine ganz gute Möglichkeit.
00:11:46: Ich fand auch das getreide Trocknungsrohr.
00:11:49: da wäre ich jetzt gar nicht aufgekommen.
00:11:50: Auch ne ganz gute Idee Wobei man da schon etwas größeren Durchmesser aufwählen sollte.
00:11:56: Und wie gesagt, Bewuchs muss trotzdem irgendwo sein.
00:12:00: Wenn man die Pappel nicht pflanzen will mindestens eine Hecke und auch ne Hecke kann man als Leitbahn vom Stall wegpflanzen.
00:12:09: Eine Hecke das könnte man auch je nachdem wie die unteren Naturschutzbehörde drauf ist schon als Ausgleich der Baumaßnahme mit anrechnen lassen.
00:12:17: Das ist aber von Landkreis zu Landkreisen ein bisschen verschieden.
00:12:20: Also ist da quasi der Sinterdekreativität keine Grenzen gesetzt was die Betriebe da vielleicht künstliche in Anführungszeichen Schutzeinrichtung anbieten können und dann eben verschiedene Varianten auch von natürlichen Strukturelementen.
00:12:35: Annette, du hattest eben gesagt die Hühner bewegen sich von alleine gar nicht so weit weg vom Stall wenn sie keinen Schutz im Blick haben.
00:12:46: Was würdest du dann empfehlen zwischen den verschiedenen Schutzeinrichtungen, sei es jetzt natürlich oder künstlich?
00:12:53: Welchen Abstand sollte man da in Erwägung ziehen, dass die Hühner auch wirklich möglichst weit nach hinten in den Auslauf gezogen werden?
00:13:01: Bei den natürlichen Strukturen sind das diese Leitbahnen wie wir das ja eben gehört haben.
00:13:06: Das sorgt dafür, dass die Hühner auch schnell vom Stall weggezogen werden.
00:13:10: Damit sie sich nicht so im steilnahen Bereich aufhalten.
00:13:13: Bei der steil nahe Bereich ist ja der, der am meisten genutzt ist, wo auch der meiste Kotanfall ist und mit diesen Leitbahnen vom Stall weg zieht man ja die Hüner auch in die Fläche weiter raus.
00:13:24: Und bei den künstlichen Strukturen würde ich schon gucken alle zwanzig Meter das kommt ein bisschen aufs Gelände drauf an aber da brauche ich schon relativ viele Hütte.
00:13:34: Also das kann ich tatsächlich bestätigen, dass durch diese Aguforstreifen, Pappelstreifen jetzt in unserem Fall die Hühner gehen wirklich bis zum Zaun.
00:13:42: Man sieht wirklich wie sie am Zaun entlang an der Straße, also wirklich an den entferntesten Punkten immer noch durchs Gras picken und auch da wieder im Zaun lang laufen einfach weil diese Leitbahnen ihnen eben den Schutz bieten und dadurch auch in die Fläche gezogen
00:13:56: werden Perfekt.
00:13:58: So sollte es ja tatsächlich sein, dass man wirklich auch Hühner im entferntesten Bereich des Auslaufs noch antrifft?
00:14:03: Vielleicht müssen wir auch nochmal über den steilnahen Bereich sprechen.
00:14:07: Sehr gut!
00:14:07: Ja.
00:14:08: Das ist ja auch eine möglich gestellte Frage wie man diesen steil nahen Bereich einrichtet.
00:14:13: Da gibt es keine Vorgaben von der IUBU-Verordnung da haben die auch in der Naturlandrichtlinie keine Vorgeben.
00:14:19: aber es gibt bestimmte Sachen die sich aus meiner Sicht bewährt haben zum Beispiel einen weiteren Dachüberstand dass der Steinnahbereich trocken ist, das nicht direkt nach dem rausgehend Pfützen entstehen.
00:14:31: Oder wie ihr das gemacht habt, das finde ich auch interessant... Vielleicht kannst du das auch nochmal.
00:14:35: Ja, also wir haben eben bei uns in Dachüberstand alleine schon etwas weitergezogen.
00:14:40: Also ab der Klappen des Wintergartens haben wir noch zwei Meter breiter den Dachüberschalt auf beiden Seiten gezogen mit einem dementsprechenden Betonstreifen, dass man eben auch diesen Betonstreich im Zweifel mal abschieben kann und säubern kann.
00:14:54: aber wir haben nicht dadurch direkt am Stall eine Fützenbildung.
00:15:00: Über die nächsten fünf, sechs Meter haben wir uns viele Gedanken gemacht.
00:15:04: Weil man hört vieles aus der Beratung was vielleicht bei manchen funktioniert und bei manch nicht.
00:15:09: Wir haben tatsächlich auch erst einmal Hackschnitzel ausprobiert, haben uns viel Arbeit gemacht jeden Baumschnitt des ganzen Winters zusammengefahren alles hacken lassen und das dann eben in den steil nahen Bereich des Auslaufs gefahren und planiert Und haben uns dann vier Wochen später über schwarze Zungen und Leistungseinbrüche bei den Hühnern gewundert, weil einfach die Hackstelle, die wir hatten da war zu viel Feindanteil dabei.
00:15:33: Die haben dann angefangen zu gammeln.
00:15:35: Wir hatten eine Mykotoxinbildung im Auslauf und die Hühler haben das eben dann in dem Fall über schwarzzezungen.
00:15:41: gezeigt, dass da irgendwas nicht richtig ist.
00:15:43: Wir haben erst lange überlegt, woran es liegen könnte bis wir irgendwann auf diese Hackschnitzel gekommen sind die auch dann zu dem Zeitpunkt schon richtig modewicht gerochen haben und die Quintessenz daraus war dann... wir haben die Hakschnitzeln wieder rausgefahren und haben uns jetzt sehr groben Gleisschotter in den steil nahen Bereich gefahren und dadurch eben wirklich einen relativ sauberen trockenen Übergang ohne Fützenbildung.
00:16:05: Aber auch für uns sind die Steine irgendwie nicht so eine langfristige Lösung.
00:16:09: Es ist jetzt momentan für den Zweck gut, aber auf Dauer glaube ich könnte das zum Problem werden.
00:16:15: Was siehst du da aktuell was zum Problem wäre?
00:16:20: Man hat natürlich unter dem Schotter – auch wenn man es nicht sieht – ne Ansammlung vom Kot der durch den Regen einfach immer wieder nach unten gespült wird und da ist natürlich die Frage wie das in zehn, zwanzig Jahren irgendwann wird.
00:16:34: Falle eines Falles einer solchen Problematik auch gehandhabt wird, das kann man ja auch nicht genau sagen.
00:16:39: Wie kriegt man sowas wieder richtig desinfiziert?
00:16:42: Ich habe spannende Ergebnisse gelesen über Stroh-Palettes im steilnahen Auslauf.
00:16:49: Finde ich tatsächlich spannend!
00:16:50: Ich bin nur von der Umsetzung weiß ich nicht so richtig wie man es machen könnte weil die müssen ja mal abgefahren werden und dafür müsste natürlich noch ein paar bauliche Maßnahmen machen.
00:16:58: aber unsätzlich.
00:17:00: bisher fahren wir mit dem Shot da ganz gut.
00:17:04: Man sieht hier schon, es gibt verschiedenste Möglichkeiten.
00:17:07: Aber so ganz am Ende angekommen seid ihr scheinbar auch noch nicht und sucht da nach der besten Lösung würde ich mal sagen.
00:17:16: Ja spannend!
00:17:17: Das ist ja eigentlich genau das Wichtigste, diese Erfahrungen die ihr jetzt als Betrieb macht.
00:17:23: Dass man die eben auch weitergeben kann an andere Betriebe.
00:17:26: Vielleicht hat das jemand ja auch schon mal beobachtet bei seinen Hühnern mit den schwarzen Zungen und hat vielleicht eine kleine Idee woher es kommen könnte wenn Hackschnitzel vielleicht auch im Stall nahen Bereich angewendet werden.
00:17:38: Noch eine Frage zu den Pappeln.
00:17:40: du hattest ja schon erzählt dass Ihr in der Planungsphase schon relativ früh mit der Anlage des Auslaufs begonnen habt, mit den kleinen Pappelstecklingen.
00:17:52: Was war da der Hintergrund?
00:17:56: Also im Endeffekt auf die Pappe sind wir eigentlich durch die Beratung gekommen.
00:17:59: Für uns waren am ersten man eigentlich wirklich irgendwie so ein Agro-Force-Streifen.
00:18:02: an der Seite sagt er eben auch schon Hecke.
00:18:04: Das haben wir tatsächlich auch in Kombination bei uns so gemacht, dass wir dann mit der Unternaturschutzbehörde eben im Rahmen dieser Ausleisplanung dann uns auch so geeinigt haben.
00:18:13: Dass wir ein Teil dieser Streifen als Ausleismassnahmen nutzen, da haben wir verschiedene Hecken angepflanzt aber eben auch strahlenförmig und aufbohrend.
00:18:21: auf diesen Hecken haben wir dann in dem Fall Pappeln angepflanzen.
00:18:25: Die Pappel vor allem vor dem Hintergrund das uns die Beratungen von bald einen Zwanzig empfohlen hat sind auch unterschiedliche Sorten.
00:18:34: Und aber eben wichtig ist, oder für uns aus unserer Sicht war es wichtig das frühzeitig anzulegen um einfach diese Anwuchs-Garantie zu haben.
00:18:42: Weil so ein kleiner Stecklinge, so haben wir uns beraten lassen, wächst halt besser an als wenn ich erst eine rote Pflanze und deswegen kann man ruhig... die Arbeit schon mal machen, bevor der Stall gebaut wird.
00:18:53: Wenn dann hinterher doch durch die Baumaßnahmen mal ein paar Streifen beeinträchtigt werden kann man ja hinterher durch eigene Routen, die man sich dann ja selber schon bezüchtet hat auch wieder nachpflanzen.
00:19:03: das funktioniert tatsächlich auch ganz gut.
00:19:06: Ihr hattet auch Hackschnitzel im Stall nahem Bereich.
00:19:09: war das quasi auch ein Gedanke den ihr ursprünglich hattest?
00:19:12: Dann die Pappeln wenn sie groß genug sind zu häckseln und Einstreu für den Stall nahen Bereich zu nutzen.
00:19:22: Genau, also das sind die Frage erst mal was man mit den Pappeln machen kann sollte man sich natürlich ausstellen weil irgendwann sollten die Pappel auch mal geerntet werden.
00:19:30: es ist ja nunmal ein Akkuforststreifen und der muss geernted werden damit es eben auch Ackerland bleibt oder eben Grünland bleibt.
00:19:38: wie auch immer auf je nachdem auf welchem Land man sowas anlegt.
00:19:42: in der Regel findet man eine Verwertung natürlich immer als Hackschnitzel.
00:19:46: Wenn der Betrieb selber eine eigene Hacksteinzuleitzung hat, umso besser.
00:19:50: In unserem Fall haben wir das nicht und dann findet man meistens ein Agreement, dass man eben relativ kostenneutral muss man dazusagen auf die Pappeln ernten kann und für diese Erntekosten die Hacksteinzele abgibt.
00:20:04: Der Plan ist eigentlich der, dass nach fünf bis sechs Jahren je nachdem wie die Pappe wachsen drei dieser sechs Streifen, die pro Parzelle gepflanzt wurden eben aberntet, meistens so auf ein Meter Höhe dass dann die neu ausgetriebenen Trieblinge von Hühner nicht abgefressen werden.
00:20:20: Die werden dann gehackt und treiben dann neu aus und im Jahr danach kann man dann eben die anderen drei Reihen ernten sodass man auch einmal die Pappel rein dementsprechend alle vernünftig aberntet
00:20:32: dass die Hühner quasi immer noch einen Schutz haben.
00:20:35: Deswegen erntet ihr dann nicht oder plant ihr nicht alle Pappelstreifen gleichzeitig zu ernten, sondern immer nur jeden zweiten?
00:20:42: Genau!
00:20:43: Die Pappeln sind ja für uns da nicht um Hackschütze zu produzieren, sondern die Pappen sind auch für uns darum eben den Hühnerschutz zu gewähren.
00:20:49: Deswegen ist wichtig nicht die Streifen komplett abzuernten, aber eben immer nur eine Hälfte.
00:20:54: Aber auch da wird eigentlich durch die Beratung ganz gut geholfen.
00:20:59: Wir befinden uns momentan in den Planungen für den Bau eines weiteren Steils und haben jetzt eben tatsächlich auch dieses Jahr schon die Pappelstreifen angelegt, weil wir einfach damit gute Erfahrungen gemacht haben.
00:21:09: Aber die Herangehensweise ist tatsächlich mittlerweile ein etwas anderer.
00:21:13: Weil wir merken durch diese strahlendförmige haben wir natürlich im steil nahen Bereich eine relativ enge Aufteilung der Pappeln.
00:21:20: aber je weiter es rausgeht in den Auslauf umso weiter sind diese Streifen wenn natürlich auseinander weil wir ja in einem gewissen Umkreis arbeiten Und da merkt man schon, dass in dem Bereich die Hühner nicht mehr so schnell von links nach rechts wechseln.
00:21:33: Annette hat eben gesagt, maximal zwanzig Meter ist so die Richtung was nun gerne frei läuft und das sehen wir auch, dass eben zum Ende hin dann die Hüner zwischen den Streifen nicht mehrso schnell wechselen.
00:21:46: Deswegen haben jetzt die neuen Streifen dieses Jahr im Frühjahr auch schon parallel zueinander angeordnet.
00:21:52: Das macht eine etwas andere Aufteilung aber erleichtert eben einerseits diese Entfernung für die Hühner und auch die Bewirtschaftung, weil man muss auch sagen mit diesen ganzen Spitzen und Keilen, die man durch diese Strahlen hinterher im Auslauf hat ist die Be Wirtschaftung nicht ganz so einfach.
00:22:09: Wenn man es mal mulcht oder mal mäht das erschwert er schon.
00:22:12: und gerade wenn man dann auch ja die Pappeln gepflanzt hat bevor der Zaun da war und ich genau wusste wo der Zauen hergeht, dann wird das doch an manchen Stellen auch wieder eng.
00:22:21: deswegen ist das mit Sicherheit eine spannende Alternative.
00:22:27: Und jetzt so nach den vier, fünf Jahren die wir jetzt die Pappeln haben kann ich tatsächlich sagen dass diese Agroforschreifen einfach super sind um diesen natürlichen Lebensraum zu bieten weil das Honianummar ursprünglich ein Waldrandbewohner ist.
00:22:42: Wir haben durch die Pappe auch einen Nährstoffentzug.
00:22:44: Das ist für uns jetzt im Moment In unserer Region noch nicht so richtig, aber auch den Nährstoffeintrag in den Auslauf darf man nicht vernachlässigen was die Hühner dort eintragen.
00:22:54: Und haben eben die Möglichkeit durch die Pappeln oder eben auch durch den Aufwuchs der dazwischen wächst eben auch die Nährstoffe wieder abzufahren.
00:23:03: und was man auch sagen muss Es sieht auch superherrlich aus, wenn man im Frühjahr zum Stall fährt und da stehen dann sechs, sieben, acht Meter hohe Bäume rundherum.
00:23:10: Man sieht den Stall fast gar nicht mehr weil das sind ja mittlerweile zwölf.
00:23:14: draußener Stall ist auch ein langer Stall, ein großer Stall Und wenn der dann komplett eingegründet ist Das ist wirklich toll zu sehen.
00:23:22: Ich hatte eben schon mein Bild auch beschrieben mit dem Moon was halb im Schatten, halb in der Sonne liegt.
00:23:26: Also es auf die Hühner bilden sind jetzt im Sommer total gerne im Schatten.
00:23:30: Unter den Pappeln liegen dann da, lassen so ein bisschen den Wind durchs Gefieder gehen.
00:23:37: Das ist wirklich sehr positiv zu sehen.
00:23:40: Was ich aber auch als negativen Punkt dazu mit auffüllen muss, dass man natürlich auch viel Laub im Herbst hat Die Pappel haben relativ große Blätter in unserem Fall.
00:23:49: Ich spreche jetzt viel über Pappelen.
00:23:51: Es gibt auch andere Bäume Aber in unserem fall haben die Pappen eben sehr große Blätter Dementsprechend auch einen hohen Laubanfall, der hinterher in den Auslauf fällt.
00:24:00: Und auch da merken wir jetzt zum Herbst immerhin, dass wir eben eine etwas höhere Mikrotoxin-Belastung im Auslauf haben weil die Hühner natürlich auch in diesen etwas modigerigen Blättern eben picken und schaggen das auch mit aufnehmen.
00:24:13: Das muss man natürlich bei der Fütterung ein bisschen beachten, dass man sich dann darauf ein bisschen einstellt, dass da vielleicht auch reagieren müsste.
00:24:21: Also es gibt nicht nur Vorteile davon, das muss man auch ganz ehrlich sagen.
00:24:24: Also die Blätter habt ihr dann quasi bisher auch nicht irgendwie rausgefahren oder seid noch mal, weiß ich, nicht mehr mehr drüber gefahren.
00:24:32: Sondern habt sie einfach liegen lassen.
00:24:34: Ich meine animiert ja natürlich auch erstmal das Huhn in seinem natürlichen Verhalten da drin zu scharren aber eben an auch dieser negative Effekt dazu
00:24:43: Das natürliche Verhalten wird durch sowas selbstverständlich vorsichtig unterstützt, gar keine Frage.
00:24:49: Aber das ist jetzt in einem anderen Fall für die Geflügelernehmung oder eben auch fürs Tier nicht immer nur gut wenn es dann eben in so moderigen Material rumpickt und sowas dann auch zu sich nimmt.
00:25:03: Wir wollen ja eigentlich oder wir achten immer auf vernünftiges Futter frei von Pilzen und Mykotoxin und bieten den aber dann im Auslauf sowas an dann ja auch nicht immer nur richtig.
00:25:13: Deswegen sollte man sich eben darauf einstellen, dass man vielleicht mit einer Säure oder sowas arbeitet um den Darmtakt so ein bisschen zu unterstützen wenn der Herbst so wie es jetzt momentan ist langsam los geht und die Blätter fallen.
00:25:24: also das ist da an dieser Stelle nicht immer noch gut und das Mehen oder Sammeln ist auch einfach faktisch und technisch nicht möglich weil die Pappeln sind ja irgendwann so dicht man kann kaum noch da durchlaufen.
00:25:35: Das ist ja das was wir wollen einen dichten Schutz fürs Tier.
00:25:39: Er schwert natürlich dann wieder die Bewirtschaftung, wenn man sowas pflegen möchte.
00:25:43: Also auch da so ein bisschen das zweischneidige Schwert vielleicht mit seinen Vor- aber eben Nachteilen.
00:25:49: Also dann wirklich spannend, wenn ihr die Streifen jetzt nochmal in dem neuen geplanten Stall etwas anders anlegt wie sich das da dann in den nächsten Jahren vielleicht zeigt?
00:26:00: Ja und auch da zeigt einfach die frühzeitige Anlage jetzt einen großen Vorteil.
00:26:04: wir haben sie im Mai gepflanzt und die Pappeln sind jetzt tatsächlich schon eine Meter fünfzig hoch.
00:26:08: Also es ist unvorstellbar, was diese Pflanze auch in einem Jahr wachsen kann.
00:26:12: Dafür wenn man einfach nur überlegt, man steckt einen dreißig Zentimeter lang, schockt ihn die Erde und der ist fünf Monate später schon ein Meter fünfzig lang das ist schon faszinierend, was dann dieses Gewächs auch schon leisten
00:26:23: kann.
00:26:23: In einem Jahr wo er so wenig geregnet hat vor allen Dingen?
00:26:27: Ja umso beeindruckender da es recht ja muss jetzt so trocken
00:26:30: war.
00:26:31: also einfach pflanzen und wachsen lassen ist dann wahrscheinlich auch schwierig.
00:26:36: Da muss man schon irgendwann Eine Nutzung oder zumindest eine Pflege sollte da dann in jedem Fall erfolgen, dass man nicht überwuchert wird.
00:26:44: Wir haben ja jetzt schon viel über Auslaufstruktur und Schutzeinrichtungen gesprochen.
00:26:52: Und Thema Schutz-Einrichtung geht natürlich auch so ein bisschen mit Beutegreifern einher.
00:26:57: Das ist ja auch immer ein großes Thema.
00:27:00: was viele Geflügelhalter mit Auslauf beschäftigt ist eben einfach Beute greifer sei es geflügelte Beutegreifer oder die Beutengreifer von unten.
00:27:12: Annette, was würdest du da als den Hauptbeuteggreifer nennen und vielleicht auch was man dagegen tun kann?
00:27:23: Noch Außerschutz-Einrichtung?
00:27:26: Der Hauptbeute greifer sind ja die Beute greifern vom oben.
00:27:30: ich glaube gegen dem Fuchs kann man einiges machen einen guten Zaun den Zaun in die Erde einbuddeln Mit Strom versehen, ich glaube gegen den Fuchs kann man sich noch wehren oder gegen andere Beutegreifer vom Boden.
00:27:43: Schwierig wird es von oben, vom Habicht oder vom Bussard.
00:27:48: das ist schwierig sich dagegen zu schützen.
00:27:50: natürlich kann man den Auslauf übernetzen wenn man jetzt Mobilstall hat also in kleineren Einrichtungen.
00:27:56: bei einem großen Stall muss man schon sehr kreativ werden, damit man die Vögel überlistet.
00:28:02: Wie zum Beispiel eine Vogelscheuche wie Glitzerkugeln.
00:28:06: das wirkt aber alles nur ne Zeit lang weil die Vögeln sind ja auch nicht dumm.
00:28:10: sie wissen dass da niemand steht der ihnen was will sondern dass es ne Vogelschäuche ist.
00:28:14: also da muss man mit Verlusten rechnen.
00:28:19: Das kann man nicht ganz vermeiden.
00:28:21: Musstet ihr da auch schon Erfahrungen machen Lukas?
00:28:24: Müssen ist ja genau der richtige Begriff.
00:28:27: Leider mussten wir da auch schon unserer Erfahrung machen, bei uns ist eben in der Habicht so der Hauptbeutegreifer, der den meisten Schaden verursacht.
00:28:35: Genau kann man es immer nie sagen.
00:28:38: Manche sagen ja man kann es dann ja erzählen wenn die Hühner ausgestalt wurden.
00:28:41: aber auch da werden die Hüner nicht exakt gezählt Die ausgestallt wurden.
00:28:45: Aber auch ich sage mal man kann sagen im Schnitt bei uns in der Region ein Huhn pro Tag wird schon durch den Beutegreifer geholt Und das ist natürlich schon definitiv ein erheblicher Schaden.
00:28:59: Aber was wir bisher nicht sagen können, ist inwiefern die Pappelstreifen uns wirklich helfen, weil wir kennen ja bisher nur die Pappele Streifen.
00:29:05: Was man schon merkt, dass die Hühner sobald eben was Gefährliches von oben sind, sei es nur ein Flugzeug oder auch ein Habicht, sich relativ schnell in die Puppeln zurückziehen und sich da dann verstecken.
00:29:20: ist tatsächlich je nach Region und auch je nach alternativen Beuteangebote für den Habicht relativ unterschiedlich, wie stark dann eben auch da wir die Verluste sind.
00:29:31: Ich bin froh dass wir nicht unseren Betrieb in einer Region haben wo es den Seeadler gibt.
00:29:35: Da habe ich Aufnahmen gesehen und auch Berichte gehört da.
00:29:39: das ist ja wirklich Wahnsinn was die Betriebe an der Stelle für einen Schaden einfach durch den See Adler haben.
00:29:46: Und gegen oben kann man sich irgendwie nicht so richtig schützen.
00:29:51: Und das ist tatsächlich ein Punkt, wo wir uns auch viel Gedanken darüber machen wie man da weiter Prävention betreiben kann weil das ist ja Deutschland weit ein Riesenproblem mit dem Beutegreifern eben von oben.
00:30:03: ich habe es jetzt tatsächlich zufällig nun mal in unseren Unterlagen gehabt weil wir uns letztens, weil wir vor ein paar Wochen auch noch einen Vorteil über unser Legelnstall gehalten haben wenn man nur einmal sieht dass wir von diesen forty fünf Millionen Hühnern die wir in Deutschland haben ungefähr siebzehn Millionen Freilandhaltung leben also kommunizielle und ökologische Freilandhaltung.
00:30:22: Und wir sprechen jetzt bei uns von einem Tier pro Tag, das wird ja in anderen Regionen ähnlich sein.
00:30:26: ich denke mal dass es mit sich ein ganz guter Durchschnittswert sind's bei uns im Betrieb drei Prozent Verluste durch den Harbicht wenn man das jetzt eben einmal hochrechnet.
00:30:34: auf diese Tiere die dann in Deutschland weitestellen sind ungefähr eine halbe Million Hühner die im Jahr vom Beutegrauber von oben geholt werden natürlich regional unterschiedlich im Norden sicher nicht mehr durch den Seeatler als in anderen Region.
00:30:48: Aber das ist gerade bei den Preisen auch für einen Hohen nichts zu unterschätzen, was das auch für ein wirtschaftlicher Schaden hinterher immer wieder ist.
00:30:56: Und da sehe ich definitiv noch erheblichem Handlungs- und Forschungsbedarf, was man da vielleicht noch präventiv auch gegen die Vögel machen kann.
00:31:05: Ja, das ist wirklich... Gerade wenn man solche Zahlen hört, dass es wirklich erschreckend.
00:31:08: also das glaubt man gar nicht!
00:31:12: Wie du sagst, es ist ja dann auch der wirtschaftliche Verlust entgeht und man hat nicht wirklich viel Handhabe dagegen, wie du ja auch schon gesagt hast.
00:31:27: Man hört ja auch immer mal die Sorge wenn man jetzt gerade Sträucher oder Bäume im Auslauf anpflanzt dass man dann dem Beutekreifer vielleicht sogar noch einen Ansitz quasi zur Verfügung stellt und das ganze Problem vielleicht so gar noch fördert.
00:31:44: Annette kannst Du das bestätigen?
00:31:47: Ist das wirklich nur eine Sorge und Vermutung?
00:31:51: Also Zahlen gibt es meines Wissens darüber nicht, weil die Regionen sehr unterschiedlich sind.
00:31:56: Was man bei Beutegreifern noch erwähnen muss – was sich seit ein paar Jahren ganz gut bewährt hat, da sind ja Hütehunde oder überhaupt Tiere, die man mit in den Auslauf reinstellt.
00:32:07: Das können auch Hinder sein, das können Ziegen- oder Schafe sein, Also Tiere, die keine Angst haben vor den Vögeln und auf die Vögel zugehen.
00:32:19: Und zumindest die Hüttehunde haben sich sehr bewährt.
00:32:22: Was man dabei beachten muss ist dass die Tiere Ökotiere sind also beim Hund.
00:32:27: es ist natürlich nicht gegeben.
00:32:28: aber wenn man jetzt Schafe und Ziegen in den Auslauf stellen möchte dann müssten das Ökottiere sein und da haben einige Bundesländer auch ganz pragmatische Lösungen entwickelt wie man mit dieser neuen Tierart anfangen kann obwohl man sie nicht hat Also wie man eben Öko, Schaf- und Ökoziegen zukaufen kann oder eben auch Alpakas.
00:32:49: Oder auch kommerzielle Alpakas wenn es die Öko nicht gibt?
00:32:53: Das ist ja dann auch noch mal eine interessante Möglichkeit.
00:32:55: Wenn da ein Betrieb mit Lieb eugelt und sich aber nicht ganz sicher ist wieder vielleicht die Vorgaben bei sich im Bundesland sind gerne den Telefonhörer in die Hand nehmen und dann vielleicht bei der zuständigen Beraterin oder dem Beraternmal nachfragen ob es da wie Annette sagte praktikable und einfache Lösungen vielleicht gibt.
00:33:13: Also das Thema Beutegreifer ist glaube ich was, was ja jeden Geflügelhalter beschäftigt.
00:33:21: Wir haben jetzt sehr viele interessante Ideen und Einblicke bekommen Lukas gerade von dir wie ihr bei der Planung vorgegangen seid den Auslauf umgesetzt habe, was ihr vielleicht auch schon für Optimierung vorgenommen hat.
00:33:38: Und Annette hat auch nochmal die ökorechtliche Seite und die Erfahrung aus der Praxis, was sie sieht noch mal ganz schön dargestellt und ich denke auch nochmal, die eine oder andere gute Idee einfach gebracht, was man als Auslaufstruktur um eben die Hühner wirklich weit in den Auslauf zu ziehen, das man dort eben machen kann.
00:33:59: Ich denke eigentlich auch schon so langsam am Ende angekommen und ich würde jetzt euch beiden nochmal eine kleine Abschlussfrage stellen.
00:34:07: Lukas, ich würde mal mit dir anfangen!
00:34:10: Du hast zwar schon ein bisschen angegeutet in deinen Ausführungen aber was waren eure größten Learnings während der Planungsphase dann auch in der Umsetzung?
00:34:23: Und jetzt für den neuen Stallbau und welche Tipps würdest du?
00:34:28: Betrieben vielleicht noch geben, wenn es um das Thema Auslaufgestaltung geht?
00:34:34: Also ich glaube die schmerzhaftesten Erfahrungen mussten wir eigentlich damit machen weil wir die Pflege der Pappelstrafung vergessen haben.
00:34:43: Das wird am Anfang auch nahegelegt.
00:34:45: Denkt daran, die Pappeln zu pflegen.
00:34:47: Die wachsen zwar von alleine aber auch das Unkraut links und rechts wächst alleine.
00:34:52: Und da haben wir doch am Anfang, mussten wir dann irgendwann doch mit ein paar Leuten mal zweiter Tage durch die Pappeln laufen und Unkraut hacken händisch und Gras ziehen.
00:34:59: Weil das dann doch zu stark die Pappele bedrängt hat.
00:35:03: Also das war eigentlich so mit der schmerzhafteste Erfahrung, die wir mit den Pappel machen konnten.
00:35:09: aber grundsätzlich kann ich eigentlich nur sagen sich möglichst früh damit zu beschäftigen also am besten einfach schon wirklich vor Baubeginn gerade wenn man Neuansteiger ist sich Gedanken zu machen, wie möchte ich die Streifen anlegen?
00:35:21: Was möchte ich damit erzielen und dann im besten Fall auch schon vorher zu pflanzen.
00:35:25: Auch mit dem Hintergedanken oder mit dem Gedanken das doch auch noch was bei der Baumaßnahme zerstört werden kann hat man einfach schon wenn die Tiere dann kommen schon eine bestehende Auslaufstruktur und es wird einfach durch die Tiere wirklich gut angenommen.
00:35:41: Sonst eben zur Pflege, die man nicht vergessen sollte ist es eigentlich wichtig Man kann in der Regel die Technik nutzen, wenn man den Betrieb hat.
00:35:48: Striegeltechnik, Hacktechnik oder auch einfach eine umgebaute Ecke wo man nur einen Zinken rausnimmt, um einfach diese Streifen zu pflegen.
00:35:55: und wenn es eben nur Mehl ist das darf man tatsächlich nicht vergessen was tatsächlich auch wichtig ist gerade in der Planung wenn man Neubaum sollte und noch keinen gestehenden Stall hat sich Gedanken zu machen wo sollen die Streifen wirklich hergehen also sich da auch wirklich mal vielleicht Unterstützung holen die Beratungen dass man dann eben auch ein Zeichen, wo verlaufen hinter der Zäune?
00:36:18: und wo kann ich da meine Streifen anlegen?
00:36:20: Also dass die sich nicht irgendwie kreuzend hinter zu nah am Zaun sind.
00:36:24: Im Zweifel vorher wie mit GPS vermessen lassen oder sich die Spuren fürs Längsystem anlegen lassen.
00:36:30: Da gibt es mittlerweile genug digitale Unterstützung, die man sich da einholen kann.
00:36:34: Und dann ist das eigentlich eine ganz gute Sache wenn man sich im Vorfeld da Gedanken zu macht Wenn man sowas jetzt auch nachträglich machen möchte, auch da einfach die Beratungen einholen.
00:36:44: Die Imperiaturenberatung ansprechen oder eben die Unternehmen dies anbieten.
00:36:49: Auch da gibt es gute Möglichkeiten.
00:36:51: Und dann hat das eben auch schon gesagt, es gibt teilweise auch Fördermöglichkeiten um eben Agrofortstreifen anzulegen und je nachdem in welchem Landkreis man ist werden diese Agro-Fortstreifen auch als Kompensationsmaßnahmen für ein Bau beispielsweise mit angerechnet.
00:37:08: Das muss man einfach betriebsindividuell mal prüfen.
00:37:11: Einfach mal anfragen viele kennen's nicht deswegen da das Gespräch suchen und sagen wir haben die Idee was haltet ihr davon?
00:37:18: Weil das aus meiner Sicht eine Superkompensationsmaßnahme ist, weil man den ganzen Betrieb eingerühnt.
00:37:23: In der Wege von außen sieht man hinterher nicht mehr dass dann Stall ist sondern man sieht eben eine eingezäunte Fläche die mit Bäumen bewachsen ist.
00:37:30: und dazu kann ich auch noch tatsächlich schöne Anekdote vom Wochenende erzählen.
00:37:34: als wir bei uns am Stall waren kam ein Fahrradfahrer und fragte uns warum wir denn unsere Bäume einzäunen würden ob es dafür Subvention gegeben hätte.
00:37:43: Und da mussten wir ihm tatsächlich erklären, dass der Zaun nicht nur für die Bäume da ist.
00:37:48: Sondern eben für die Tiere, die da gehalten werden.
00:37:51: Aber deswegen kommt auch bei den Verbrauchern oder bei den Spaziergangen wirklich gut an einfach ein bisschen Struktur in den Auswahl zu bringen.
00:37:59: Also nicht nur schön für die Hühner sondern auch schön für den Menschen, der dran vorbeiläuft oder auch jeden Tag im Stall und um den Stall arbeitet.
00:38:09: sehr schön aber eben auch Bedenken.
00:38:12: früh genug mit der Planung anfangen, wie du gesagt hast.
00:38:14: Das Ganze gut durchdenken und auch die Pflege der Pappel nicht vergessen.
00:38:18: also sind auch nicht ganz ein Selbstläufer.
00:38:21: Richtig ja genau.
00:38:23: Annette für dich auch nochmal eine kleine Frage zum Abschluss.
00:38:28: kurz und knapp was würdest Du aus brater Sicht sagen?
00:38:32: Was sind die drei wichtigsten Punkte die einen Betrieb bei der Auslaufplanung und Strukturierung beherzigen sollte?
00:38:39: Der erste Punkt ist das Steiner Bereich sich Gedanken zu machen, wie Manager ich den?
00:38:44: Da hatten wir ein paar Beispiele genannt.
00:38:47: Der zweite Punkt ist was mache ich mit dem Bewuchs?
00:38:50: Da haben wir eben auch ein gutes praktisches Beispiel gehört und Ich würde auf den Zaun eingraben und über Strom nachdenken.
00:38:56: Das wären für mich die drei Punkte der Auslaufgestaltung.
00:38:59: Das hat es nochmal sehr schön zusammengefasst Wie ich finde.
00:39:02: Vielen vielen Dank euch beiden.
00:39:04: Es war ein sehr schönes Gespräch Mit vielen praxisnahen Einblicken von dir Lukas Erfahrungen, die ihr gesammelt habt während der letzten Jahre.
00:39:15: Und auch nochmal vielen Dank an dich Annette für die Einblicke aus der Beratung und auch hier noch mal die Tipps-und Hinweise worauf bei der Auslaufgestaltung zu achten
00:39:25: ist.
00:39:26: Danke Nadine!
00:39:26: Vielen
00:39:27: Dank, dass du dabei sein musst.
00:39:28: Bis zum nächsten Mal!
00:39:30: Vielen dank.
00:39:31: ich freue mich wenn ihr auch bei der nächsten Podcastfolge wieder mit dabei seid.
00:39:35: Wenn ihr Anregungen oder Themenwünsche habt schreibt sie gerne in die Kommentare.
00:39:41: Bis
00:39:42: zum nächsten Mal.
00:39:46: Danke, dass du in dieser Folge dabei warst!
00:39:49: Mehr über unsere Arbeit und den Podcast findest du auf unserer Webseite www.naturland-beratung.de.
00:39:57: Falls du noch nicht Mitglied bei Naturland bist dann könnte genau das das Richtige für dich sein.
00:40:03: Vermarktungsvorteile und das große Netzwerk aus Beraterinnen und Berater sind zwei Gründe warum sich eine Mitgliedschaft für dich auszahlen kann.
00:40:11: Hol dir jetzt unser kostenloses und unverbindliches Infopaket.
00:40:15: Klicke einfach auf den Link in den Show Notes, trage kurz deine Daten ein und wir senden dir das Paket in den nächsten Tagen zu!
00:40:21: Bis zum nächsten Mal –
00:40:23: Wir freuen
00:40:24: uns wenn du wieder dabei bist Und denkt immer daran?
00:40:27: Gut beraten mit Naturland.
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