#37 Stoppelbearbeitung im Ökolandbau: Worauf es wirklich ankommt!
Shownotes
Die Getreideernte ist abgeschlossen – doch mit der Stoppelbearbeitung beginnt bereits die Vorbereitung auf die nächste Kultur. Wie tief sollte bearbeitet werden? Welches Gerät passt zu welchen Bedingungen? Und wie lassen sich Distel und Ampfer in dieser Phase regulieren?
In dieser Folge von WIR BIO-BAUERN sprechen die Naturland Ackerbauberater Stefan Veeh und Philip Köhler darüber, worauf es bei der Stoppelbearbeitung im Ökolandbau wirklich ankommt.
Gemeinsam gehen sie der Frage nach:
• warum flaches & flächiges Schneiden ein wichtiges Ziel der Stoppelbearbeitung ist
• welche Rolle Strohverteilung, Bodenfeuchte & der Erhalt von Bodenwasser spielen
• wo Kurzscheibenegge, Federzinkenegge, Flügelschargrubber & Flachgrubber ihre Stärken & Grenzen haben
• wie Distel & Ampfer nach der Ernte gezielt geschwächt werden können
• warum die Arbeitstiefe schrittweise angepasst werden sollte
• und weshalb es sich lohnt, vom Schlepper abzusteigen & das Arbeitsbild direkt auf dem Acker zu kontrollieren
Eine Folge mit vielen praktischen Tipps für die Stoppelbearbeitung im Bio-Ackerbau – von der Getreideernte bis zur Vorbereitung der nächsten Kultur.
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00:00:00: Hi, ich bin Selin.
00:00:02: Ihr kennt mich vielleicht
00:00:02: aus den
00:00:03: ein oder anderen Podcast-Folgen
00:00:04: hier
00:00:05: bei Wir Bio Bauern.
00:00:06: Ich möchte bevor es
00:00:07: gleich losgeht mit der Podcast
00:00:09: Folge von Stefan und Philipp einen kleinen Hinweis noch geben!
00:00:13: Wir hatten leider bei der Folge technische
00:00:14: Probleme mit Philips Mikro.
00:00:17: Diese werden zukünftig nicht
00:00:18: mehr vorkommen aber nur als kleinen Hinweise damit ihr euch nicht wundert warum er von der Qualität leider deutlich schlechter ist als Stefan.
00:00:26: Jetzt viel Spaß bei der folge.
00:00:29: In dieser Podcast-Folge geht es um die Stoppelbearbeitung und um die Frage, wie ich mit Ampfer, Diskle, Ackerfuchschwanz und allen anderen Ungräsern und Unkräutern zurechtkomme.
00:00:42: Und Philipp?
00:00:43: Wie groß die Maschinenhalle sein muss?
00:00:45: Natürlich!
00:00:45: Ich muss ja am Ende wissen ob ich für die Stoppelbearbeitungen zehn Geräte brauche oder zehn Zwecke mit einem Gruppe erledigen kann.
00:00:54: Wenn euch das interessiert, dann bleibt dran und hört nach dem Intro wie ihr die Stoppelbearbeitung bei eurem Ökobetrieb am besten händeln könnt.
00:01:24: Als Beratung für Naturland begleiten wir dich auf diesem Weg.
00:01:28: Also packen wir es an!
00:01:34: Herzlich willkommen zu Wir Biobauern, dein Podcast für die ökologische Landwirtschaft.
00:01:39: und heute sind wir wieder in der Ackerbau-Edition unterwegs.
00:01:42: Wieder mit Philipp Köhler uns am Ackerbauberater aus Baden-Württemberg.
00:01:46: Hallo
00:01:46: Stefan
00:01:47: Und mit mir Stefan Fee dem Host in dieser Ausgabe.
00:01:52: Wir wollen uns heute über das Thema Stoppelbearbeitung unterhalten.
00:01:56: Die Getreideernte ist soweit in allen Regionen ziemlich durch.
00:02:01: Und jetzt stellen sich viele natürlich die Frage, mit welchem Gerät mache ich den nächsten Durchgang?
00:02:07: Was, Philipp, ist dein Favorit bei der Stoppelbearbeitung?
00:02:12: Bei der Stoppelbearbeitungen im Ökolandbau ist mein Favorit ein Gerät das flach und flächig schneiden
00:02:19: kann.
00:02:21: Und damit kommen wir schon fast wieder zu dem Konflikt Wie es im Konventionellen ist, also das Standardgerät im konventionellen Ist ja üblicherweise Scheibenegge.
00:02:33: Um mit viel Flächenleistung schnell ein bisschen Feinerde zu erzeugen um zum einen die Kapillare zu brechen und zum anderen unkrautsamen zum Keimen anzuregen Das ist unser Ziel im Ökolandbau auch.
00:02:52: Das ist nicht die Frage Aber wir wollen ja insbesondere im Ökoland-Borderen mechanisch, die Alteunkrautung beseitigen.
00:03:01: Und damit ist es ja der erste Schritt für die neue Kultur schon wieder oder?
00:03:07: Auf jeden Fall.
00:03:07: und man muss aber natürlich auch dazu sagen du hast jetzt gesagt flach und flächig schneiden.
00:03:13: da muss man natürlich sagen das kann eine Kurzscheibenäge oftmals nicht auf der Bearbeitungstiefe, auf der sie normalerweise gefahren wird.
00:03:23: Das ging früher vielleicht besser Wenn man sich so an die ersten Kurzscheibeneggen erinnert, die ja vielleicht einen Scheibendurchmesser irgendwie von von vierzig Zentimeter hatten.
00:03:33: Da konntest du theoretisch irgendwo bei drei Zentimetern noch ein flächlichen Schnitt hinkriegen.
00:03:38: aber wenn wir den Scheibedurchmessern immer größer werden müsste es zu theoretisch natürlich auch immer tiefer arbeiten um den flächigen Schnitt hinzubekommen und deswegen muss man sich dann schon überlegen ob eine Kurz-Scheibenegge das leisten kann Und da kommt es natürlich auch auf verschiedene Faktoren an.
00:03:56: Ich würde sogar noch vor die Stoppelbearbeitung gehen und würde als ersten Faktor, auch in dem Fall, du hast gesagt, die alte Umkrautung – das ist ein wichtiger Faktore.
00:04:08: Der zweite wichtige Fakto ist natürlich auch die Strohverteilung.
00:04:21: Und mir ist es heuer auch aufgefallen, gerade in diesen trockenen Jahren wo wir teilweise auch Notreife haben bei verschiedenen Getreidekulturen lässt sich das Stroh auch nicht so gut häckseln.
00:04:34: Beziehungsweise hatten wir sogar in der Region dann manche Betriebe die auch höher dreschen mussten um nicht zu viel grünes Stroh noch mit reinzukriegen.
00:04:45: und da muss man natürlich dann auch schauen ob was man für eine Maschine einsetzen kann, die dann das Stroh gut verteilt.
00:04:53: Die das Strohh auch gut einmischt und dass man da eben noch diese zusätzlichen Faktoren mit berücksichtigt?
00:05:01: Also als ich Ökolandbau spieliert habe, ich hieß es noch so ungefähr ja also wenn du auf Öko umstellst, dann verkaufst am besten die Kurzschreibenecke.
00:05:14: Ich glaube das ist nicht mehr... ganz so.
00:05:18: Also je nachdem welches Gerät man hat, kann das insbesondere... Wir hatten auch teilweise extrem trockene Bedingungen auch nach der Ernte wo man mit anderen Geräten auch schwer in Boden reingekommen ist um mal Kavillare zu brechen oder um Strohreste auch mal ein bisschen kleiner zu haben und zu verziehen Kann Kurzscheiben-Ecke dann gegebenenfalls unter bestimmten Bedingung doch einen mögliches Gerät auch im Ökobetrieb sein.
00:05:48: Aber Strohverteilung, das Thema ist absolut richtig und absolut wichtig.
00:05:52: natürlich nach Möglichkeit sollte das nicht bei der Stoppelbearbeitung erst als Problem auffallen sondern da sollte man mit dem Trescherfahrer schon mal ein ernstes Wort geredet haben.
00:06:05: Und eigentlich ist das ja fast eher schon der erste Erfolgsschritt für eine passende Nachkultur.
00:06:14: Genau.
00:06:15: Aber spätestens wenn man dann eben zur Stoppelbearbeitung auf den Acker fährt oder im Idealfall natürlich erst mal ohne Schlepper, erst einmal nur mit dem Auto oder mit dem Fahrrad oder je nach Belieben.
00:06:27: Erst einmal sich anguckt was man wie man das planen kann und mit welchen Maschinen sollte man natürlich spätestens dann darauf achten und dann eben gucken mit welchem Gerät fahre ich raus?
00:06:39: Und dass ist genau der große Vorteil, den du gesagt hast von der Kurzscheibenegge Den zum Beispiel, wenn wir dann gleich das nächste Gerät auch anschneiden wollen.
00:06:47: Das ganze Thema der Federzinkengrupper.
00:06:52: Da der große Unterschied ist, wenn ich natürlich viel Stroh drauf habe oder auch ungleich gehäckseltes Stroh oder ungleich verteiltes Stroh, dann muss ich natürlich überlegen ob ich das mit einem Federzahn-Grupper schaff oder ob er verstopft oder ob ich dann eben eher dieses rollende Werkzeug der Scheibenegge brauche, um überhaupt eine Stoppelbearbeitung durchführen zu können.
00:07:17: Und insofern ist es ja eigentlich die zweite Maschine oder führt uns zur zweiten Maschine.
00:07:24: Es gibt da diese Großfederzahn-Ecke Allrounder, die er extra allrounder heißt weil ich sie überall einsetzen kann oder soll.
00:07:32: oder das vom Hersteller so gedacht ist, sollten wir natürlich auch über das Thema Federzahne gesprechen oder Großfeder-Zinken-Ecke?
00:07:39: Oder generell alles, was eben ein Feder- Zinken hat.
00:07:44: Absolut!
00:07:46: Dort kommen wir aber auch fast schon wieder zu dem, was ich eingangs als Ziel der Stoppheberarbeitung das Flächige abschneiden genannt habe.
00:07:56: Je nach Bedingungen je nach Boden je nach dem Wasch für'n Gerät ich habe sollte man bei der Federzahnegge darauf achten, dass sie eben möglichst gut auch in den Boden reingeht.
00:08:09: Wie gesagt bei trockenen Bedingungen kann das gegebenenfalls ein bisschen schwierig sein.
00:08:14: Nichtsdestotrotz Auch wenn ich nicht flächig abschneide im ersten Schritt Kann sowas für die Strohverteilung günstig sein um es zu verziehen.
00:08:25: Allerdings sollten wir ja gerade wenn wir große Strommengen haben oder insgesamt große Mengen organischer Masse auf den Bauramen dieses Geräts ein bisschen achten und wieder der Durchgang ist, in wie vielen Balken die Zinken angeordnet sind.
00:08:43: Wie lang das Gerät auch ist um da einfach viel Organik wenn ich das Stroh auf der Fläche lasse oder auch wenn ich später meinen Wist einarbeiten will oder so um da viel Organic durch das Geräd ohne stopfen durchzubekommen.
00:08:59: Da kommen wir natürlich auch gleich zum Thema Tiefenführung und Nachlaufwerkzeuge.
00:09:05: Bei der Kurzscheibenegge gibt es ja die Auswahlmöglichkeit gar nicht, aber wir haben bei den Federzinkengrubbern oftmals auch die Variante mit nur Striegel- und Stützrädern vorne, aber natürlich genauso gut nur die Nachläuferwalse irgendwie mit Stabwalzen.
00:09:28: Also ich denke was man auf jeden Fall empfehlen sollte das Egal ob eine Walze dran ist oder nicht.
00:09:34: Auf jeden Fall ein Striegel-Zinkenreihe dran ist, egal ob es hinter der Walze ist oder generell als nachlaufendes Werkzeug und dass wir natürlich schon die Stützerei da vorne gerade bei der Tiefenführung auf der Stoppel noch mal in ganz anderer Anpassungsmöglichkeit bieten.
00:09:57: Im Grunde ist das ja auch so... deutlich vorher festlege, wie gut meine Stoppelbearbeitung funktionieren kann.
00:10:05: Und zwar wenn ich die Bodenbearbeitungen für die Kultur mache, deren Stoppel ich dann bearbeite, weil wenn unser Ziel das Fläche geschneiden ist, dann geht es natürlich nur flach, wenn der Boden halbwegs eben ist.
00:10:22: Der Tiefenanpassungen sind da auch Grenzen gesetzt.
00:10:24: und wenn ich vorher entweder bei der Bodenbearbeitung zum Getreide beispielsweise schon misstgemacht habe oder da wahnsinnige Kleise bei der Düngung oder mit dem Metrescher reingefahren hab, dann habe ich nachher bei der Stoppelbearbeitung natürlich ein deutlich schwerer Riffes spielen.
00:10:43: Das ist natürlich gleich der erste große Tipp bei der Wahl der Arbeitstiefe nicht daheim in der Halle die zwei Zentimeter oder drei Zentimeter einstellen sondern wirklich aufm Acker schauen.
00:10:56: was habe ich denn für eine Ausgangssituation?
00:10:58: wenn man mal irgendeine Holzbalken, eine Latte oder eine Wasserwaage drüberlegt.
00:11:03: Was habe ich denn da für eine Oberflächenrauerheit?
00:11:06: Wenn ich natürlich Spankungen hab zwischen zwei drei vier fünf Zentimeter dann brauche ich natürlich nicht ultra flach anzufangen sondern muss das schon mit einrechnen.
00:11:19: und das ist glaube ich auch einen Punkt wo oftmals vernachlässigt wird.
00:11:25: der Grupper wird vielleicht einmal eingestellt Oder irgendwann in der Halle oder irgendwas.
00:11:32: Und dann wird jemand draufgesetzt, weil Stoppelbearbeitung... Das kann ja im Prinzip jeder.
00:11:36: Man fährt auf und ab.
00:11:37: Auf der einen Seite steht die Stoppel, auf der anderen Seite das Bearbeitete.
00:11:42: Wir hörten guten Podcasts so wie diesen hier und macht die Stoppel-Bearbeitung durch.
00:11:48: Und das ist halt so.
00:11:50: der Punkt wo ich oftmals dann denke Da muss man halt rausfahren und dann muss man einstellen.
00:11:56: Und das kann jedes Jahr anders sein, es kann natürlich auch sein dass man jedes Jahr eine andere Maschine verwenden muss und... Das kann auch teilweise von Acker zu Acker und wir haben mittlerweile halt wirklich auch ja durchaus wechselnde Verhältnisse von Ortschaft zur Ortschaft von Gemarkung zu Gemarkungen wo's halt mal regnet oder nicht regnet und da kann es halt sein dass ich wirklich auch zwischendrin für die Stoppelbearbeitung mal die Einstellung ändern muss.
00:12:25: Und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt dem man jedem nochmal ans Herz legen sollte.
00:12:31: Also Stoppellbearbeitungen müssen nicht zwingend Betriebsleiter oder Betriebesleiterinnen Aufgabe sein aber die Person, die verantwortlich ist, sollte zumindest mal drauf gucken dass es auch passt?
00:12:42: Genau!
00:12:43: Wenn aber natürlich ich zum Beispiel eben unebenheiten drin habe, die irgendwie passiert sind weil's auch gar nicht anders möglich ist dann muss mir jetzt auch noch einmal unterscheiden zwischen Scheibenegge und ein Gerät mit Zinken, eine Scheibenecke nivelliert natürlich nicht.
00:12:58: Also dann brauche ich natürlich schon irgendeinen Zinken der eingreift damit ich eben wenn das mein Ziel ist oder einen Nebeneffekt sein soll bei der Stoppelbearbeitung dass sich da natürlich mit einem zinkten Nivelier aber das muss ich natürlich auch nicht gleich im ersten Durchgang machen.
00:13:15: also das Ziel beim ersten durchgang ist ja wirklich Kapilarität brechen.
00:13:20: Und das müssen wir jetzt glaube ich auch noch mal erklären, warum diese Kapilarität des Bodens da ist und warum wir die brechen müssen?
00:13:28: Und warum es auch gerade unter den trockenen Bedingungen, die wir glaube ich fast überall im Moment haben zwingend notwendig ist?
00:13:36: Die Kapillare sind am Ende die Wege des Wassers nach oben und nach unten.
00:13:42: Wenn wir Bodenbearbeitung vorher gemacht haben, haben wir Gefüge geschaffen zum Getreide, dessen Stoppel wir jetzt umbrechen.
00:13:52: Und das hat sich über die Zeit gesetzt, über das dreiviertel Jahr oder so, dass das getreide da stand und da ist Wasser nach unten versickert.
00:14:03: es ist Wasser wieder nach oben aufgestiegen und wenn wir jetzt im Zustand stoppelt Die Kapillare haben durch die das Wasser von unten nach oben Aufsteigt Das restliche Wasser, das wir unten im Boden noch haben Dann ist das letztlich eine unproduktive Verdunstung und die kostet uns Wasser, was wir sonst für Zwischenfrucht oder Folgekultur nutzen könnten.
00:14:29: Und da wir uns unproductive Verdunsterungen in diesen Zeiten einfach nicht leisten können, sollten wir den Weg des Wassers unterbrechen indem wir eine schützende Deckung der Schicht oben durch lockere Erde bilden.
00:14:44: Genau, also das müssen gar nicht nur eben die Stoppeln und die Kapillaren sein.
00:14:49: Da kommen natürlich auch gerade auf den schweren Böden Spannungsrisse mit dazu, die ja teilweise auch recht tief gehen, die dann natürlich auch noch wenn dann die schützende Schicht des Getreides obendrauf weg ist ein ganz anderes Mikroklima entwickeln mit diesem Kamineffekt wirklich auch Wasser aus dem Unterboten rausbringen.
00:15:11: Und je länger das natürlich so liegt und vorherrscht, desto mehr Wasser geht er natürlich auch verloren was ich vielleicht aber ja eigentlich brauche um irgendwo eine Zwischenfrucht oder ja auch ne Folgekultur im Herbst zu etablieren.
00:15:26: Und hättest du da jetzt Angst vor Erosion wenn wir unter sehr trockenen Bedingungen bearbeiten?
00:15:32: Naja es kommt Da auch ein bisschen auf das Bodenbearbeitungsgerät drauf an.
00:15:38: Wenn ich, also das Thema Winderrosion könnten wir da natürlich haben auf sehr leichten Böden dann muss man natürlich schauen dass wenn man gerade auf so einem Standort ist wo man vielleicht die Gefahr hat, dass man da eben ja ein bissel versucht eben in den Morgen oder in den Abendstunden zu fahren oder wenn halt der Wind nicht so stark ist Aber auf den schwereren Böden haben wir das eigentlich fast gar nicht.
00:16:06: Und insofern ist es Erosionsrisiko, aus meiner Sicht eigentlich relativ geringe einzuschätzen.
00:16:15: Wenn wir Sorge haben davor dass nicht nur während der Bodenbearbeitung Boden fortgetragen wird sondern auch danach durch Windbühnen
00:16:25: ist
00:16:26: eigentlich die Empfehlung flacheren Bearbeitungsgänge versuchen das organische Material, was oben drauf ist zwar in der Fläche zu verteilen aber nicht zwingend tief einzumischen so dass da einfach noch ein bisschen Schutz für die Bodenoberfläche da ist.
00:16:47: und dann kann man bei der angepassten Bodenbearbeitung des Erosionsrisiko eigentlich recht gut verhindern.
00:16:54: Genauso natürlich bei der Wassererosion.
00:16:58: Also es kann ja mittlerweile auch passieren, dass wir stark regen Ereignisse dann jederzeit irgendwo bekommen können.
00:17:04: Und da ist es natürlich auch so, dass eigentlich die Vermischung mit Erde und diese Mulchschicht relativ grob auf der Bodenoberfläche eigentlich mehr hemmt wie jetzt nur zum Beispiel das fein gehäckselte Stroh was dann eben besser abgeschwemmt werden kann.
00:17:24: Ich habe das schon live gesehen dass dann dieses Stroh richtig abgeschwemmt wurde und dann im Graben den Durchlass zugesetzt hat.
00:17:33: Und damit dann wiederum eigentlich diese errosive Wirkung noch verstärkt hat.
00:17:39: Also insofern kann man auch bei dem Wassererosionsrisiko durch eine grobe Molek gut entgegenwirken.
00:17:44: Jetzt hast du natürlich vorhin noch ein Thema angebracht, und zwar flach- und flächig schneiden Altverunkrautungen entfernen.
00:17:52: Aber wir müssen natürlich auch über das Thema Samenunkräuter und über das thema Wurzelunkräutersprechen.
00:17:59: Und es kann ja natürlich sein, dass eben bei der Altverunkrautung zum Beispiel ein Ackerfuchschwanz dabei war, der dann ausgesahmt hat.
00:18:08: Es kann aber auch sein, daß sich natürlich irgendwas in die Richtung Hackerkratz-Distel oder auch Amfer im Bestand hatte.
00:18:17: Wir fangen mit den Samen und Kräutern an.
00:18:19: Was wäre denn aus deiner Sicht die passende Strategie, wenn ich jetzt Samen um Kräuter in Getreide hatte zum Beispiel?
00:18:26: Die passende Strategie gegen Samenkräuter ist natürlich eine ausgewogene Fruchtfolge in Kombination mit der angepassten Bodenbearbeitung aber bei den Samenen und Krättern.
00:18:37: es ist natürlich so dass wir darauf achten sollten den ersten Sprung der Samen, die auflauffähig sind nicht zu verbuddeln und uns für viele Jahre zu konservieren, sondern die ihr weiter oben zu lassen so dass ich damit umgehen kann.
00:18:58: Wenn Regen kommt wenn da welche Auflaufen das sich dieser Auflauf wählen dann wegnehmen kann mit einem weiteren Bodenbearbeitungsgang.
00:19:07: Das muss man ja an der Stelle auch als wichtigen wichtigen Tipp und wichtige Erkenntnis streuen.
00:19:16: Also wir reden ja jetzt hier nicht über Unkrautbekämpfung, das ist eigentlich etwas was wir eben über andere Maßnahmen machen, über die Fruchtfolge als wichtigstes Element übers Kliggras sondern wir reden einfach davon dass wir eben das Fenster nutzen der Bodenbearbeitung um eben die Probleme mit Ungräutern kurzfristig zurückzudrängen und das Potenzial sich nicht weiter aufschaukeln zu lassen.
00:19:43: Genauso ist es bei den Wurzelunkräutern, wir können natürlich eine Distel, die auf drei Meter Tiefe mit ihrem Rizom sitzt, nicht mit unserer ultraflachen Bodenbearbeitung kitzeln.
00:19:54: Wir können aber versuchen ihr zum Beispiel ja ein bisschen Kraft zu rauben.
00:20:00: wenn ich also merke dass ich jetzt massiven Distelbesatz hatte Dann wäre natürlich schon die Strategie zu sagen, okay da schieben wir vielleicht.
00:20:09: Die Zwischenfrucht aussaht eher nach hinten und kümmern uns wenn möglich mal kurz um die Dissele Und da wäre zum Beispiel dann eben die strategie dass wir die schon flächig schneiden.
00:20:21: Da brauche ich dann aber auch ein gerät was diesen diesen distl Stängel auch wirklich schneiden kann.
00:20:27: und Wenn die dissel dann eben nachtreibt dann mobilisiert diese ungefähr ab zehn bis fünfzehn Zentimeter Wuchshöhe, ihre Reservenstoffe unten aus dem Rizom und dann muss ich sie eben wieder unterschneiden.
00:20:41: Also wenn ich am Anfang auf drei Zentimeter geschnitten habe, dann muss sich jetzt irgendwo auf fünf oder auf sieben Zentimeter schneiden Und dann hab' ich der Distel auch in der Tiefe ein bisschen Reserverstoffe entzogen.
00:20:53: Das ist natürlich nicht so wirkungsvoll wie eine dreijährige Luzerne.
00:20:58: Aber ich kann eben zumindest, wenn meine Fruchtfolge noch ein bisschen andauert und ich noch ein paar Kulturen platzieren will.
00:21:05: Eben da die Düssel zumindest ein bisschen zurück drängen?
00:21:09: Jetzt fahren wir ja letzte Woche tatsächlich zusammen auf Betrieben und der eine hat erzählt bei ihm ist es so trocken.
00:21:17: nach der ersten Bodenbearbeitung kommt die Diesel gar nicht wieder richtig in die Gänge.
00:21:22: Wir haben nach zwei Wochen noch nicht wieder die zehn Zentimeter Diesel die wir dann wieder unterschneiden wollen.
00:21:28: Und wenn sie die Höhe nicht hat, noch nicht wieder Reserbestoffe mobilisiert hat, haben wir auch keinen sinnvollen Effekt, indem wir nochmal eine Bodenbearbeitung machen weil wir brauchen natürlich auch um den Dieselstängel wieder zu schneiden müssen wir in den bislang unbearbeitetem Boden gehen und die Chance würden wir uns nehmen unendlich tief gehen können, sondern da ist die Empfehlung tatsächlich einfach nochmal ein bisschen zu warten bis wieder ein bisschen Wasser kommt.
00:22:04: Dass das Diesel loswächst und dass wir dann im nächsten Bearbeitungsgang da noch mal unterschneiden
00:22:11: können.".
00:22:13: Und das ist ja auch eben ein massiver Reiz egal ob Samenumgräuter oder auch Wurzelumgröder.
00:22:19: wenn wir eben sehr lange Trockenphasen haben und wir haben dann eben die Wiederbenessung durch den Regen Dann haben wir eben ein massives Auflaufen und dann eine richtige Umkraut- und Ungraswelle.
00:22:31: Und dann kann ich natürlich ganz effizient diese ganze Welle wegnehmen, wenn nicht noch mal fahren.
00:22:39: Du hast jetzt da so unbewusst oder bewusst auch noch einen Thema angesprochen was man sich vor Augen führen muss – das ist das Thema Scherwiderstand im Boden!
00:22:51: Auch da ist es ein Thema, das habe ich neulich beobachtet.
00:22:55: Ich muss mir natürlich schon überlegen, wie ich meine Arbeitstiefen plane.
00:23:00: Und in der Regel ist es so unter trockenen Bedingungen bei der Stoffelbearbeitung fange ich langsam an und steigere dann die tiefe Schrittweise.
00:23:09: Dann brauche ich auch die Geräte dazu.
00:23:11: Das heißt wenn ich mit einer Kurzscheibenegge fahre am Anfang auf drei Zentimeter, dann habe ich diesen Horizont bearbeitet und hab da lockere Feinerde.
00:23:24: Und wenn ich dann natürlich mit dem nächsten Gerät wieder nur auf drei oder vier Zentimeter arbeiten will, dann muss mir klar sein dass das nicht funktioniert weil ich eben für die Bodenbearbeitung schon einen gewissen Scherrwiderstand brauche.
00:23:38: Extremes Beispiel ist Schelbflug zum Beispiel.
00:23:42: es gibt manche Betriebe die ja auch ein Schelblug einsetzen und der Schelbblug ist da aus meiner Sicht das sensibelste Gerät denn wenn er einen lockeren Boden hat in dem er arbeitet, dann schiebt der.
00:23:54: Dann schieb der hundertprozentig alles auf.
00:23:57: Genauso die Variante, die ich auch schon gesehen habe.
00:24:01: wenn jemand meint, er will's wissen und gruppert auf also gleich Stoppelbearbeitung Flügelcharkrupper oder gar nur mit Doppelherzschaden auf fünfzehnzwanzig Zentimeter und will dann die Gluten dir natürlich erzeugt hat wieder mit einer Kurzscheibenegge klein machen Auch da ziehst du im Prinzip alles zusammen Und das ist eben auch sowas.
00:24:22: Ich muss mir im Prinzip am Anfang dann beim ersten Durchgang schon überlegen, was sind denn die nächsten Maschinen, die ich einsetz und wie reduziere ich meine Arbeit oder steige ich meiner Arbeitstiefe?
00:24:35: In dem Fall schrittweise dass sich dann auch den gewünschten Effekt habe?
00:24:40: und mit welcher Maschine will ich auch die Grundbodenbearbeitung machen?
00:24:43: Mit einem Tiefengrupper, mit einem Flug oder mache ich gar keine Grundbohdenbearbeitungen?
00:24:48: das sind auch so Überlegungen, die am Anfang schon dabei sein müssten.
00:24:51: Letztlich ist es so wenn ich mit dem ersten Bearbeitungsgang tief gehe dann nehme ich mir die Spielräume für alles weitere was ich vorhab.
00:25:00: Also jetzt haben wir die Düssel quasi durchgesprochen.
00:25:03: Jetzt haben wir noch das Thema Amfer.
00:25:07: Amfer is ja auch ein Thema Wurzelunkraut und Wenn Ich diese Wurzeln nach oben bringen Dann treibt er immer wieder aus und wächst ja egal in welcher Situation, immer wieder an.
00:25:23: Was machen wir jetzt mit der Ampferwurzel oder generell mit der Apfepflanze?
00:25:28: Das sicherste ist die Apfeptflanze auszustechen und sehr weit weg von allen möglichen Feldern zu verbringen so dass da auch keine Ausbreitung in Richtung der Flächen stattfinden kann.
00:25:43: aber das ist jetzt kein Bodenbearbeitungsthema.
00:25:48: was wir jetzt bei sehr trockenen Bedingungen machen können.
00:25:52: Was wir im Rahmen der Bodenbearbeitung machen können, ist zum einen entweder analog zur Dieselstückweise tiefergehend flächig schneiden oder die andere Strategie ist das man einmal auf ungefähr zwölf Zentimeter unterschneidet so dass ein Großteil der Ampferwurzel mit ein bisschen Blattwerk intakt hat Und dass man dann mit einer Federzinkenegge diese Teile, die auch wieder bereit sind auszukeimen, oben hält und bei trockenen Bedingungen als Ziel vertrocknen lässt.
00:26:29: Die trockenden Bedingung haben wir zwar in großen Teilen jetzt gerade aber bei zwölf Zentimeter unterschneiden.
00:26:38: Bei so trockenen Bedinglungen kriegen wir ein bisschen Bauchwehe weil wir uns dann wieder die großen Kruten hocharbeiten, mit denen wir nachher nicht richtig umgehen können bzw.
00:26:53: die wir auch nachher nur mit wiederkommender Feuchtigkeit und mechanischer Arbeit – also letztlich Energie, die wir aufbringen, wieder klein machen.
00:27:05: Und das ist eigentlich nicht unser
00:27:07: Ziel.".
00:27:11: Im besten Falle schon bei den ersten vereinzelten Pflanzen, die auftauchen.
00:27:17: Schon Aussticht weil sonst ist es eben wirklich so dem in der Fläche wieder herzubehren ist natürlich schon relativ viel Arbeit.
00:27:24: und was das gesagt wir müssten denn eigentlich relativ tief unterschneiden und das funktioniert eigentlich In den wenigsten Jahren in Verbindung mit trockenen Bedingungen dass das, dass die Pflanze auch wirklich austrocknet Bei einer Saatbettbereitung oder so brauche ich da gar nicht dran zu denken weil wenn ich in die höchste Erwiderung reingehe dann bringt das nichts.
00:27:42: Leider, in der Theorie ist es schön!
00:27:47: Ja jetzt haben wir natürlich über eine Kurzscheibenegge gesprochen, wir haben über Federzahnegen gesprochen die ja also wirklich mit ihrem rotieren, also mit dem gefederten Zinken so eine Art rotierende Bewegung machen damit natürlich schon nivellieren aber zu Verstopfungen neigen und relativ viel Feinerde machen was eben natürlich beim Auflaufen von Ausfallgetreide, von Samen und Kräutern helfen kann.
00:28:16: Aber auch relativ viel Feinerde und damit vielleicht mögliches Erosionspotenzial hat.
00:28:22: Jetzt müssen wir über ein anderes Gerät noch sprechen.
00:28:27: Über den klassischen Flügelschargrupper mit festen Schaarstilen an dem unten irgendwelche Schare dran sind.
00:28:40: durch den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung mittlerweile auch soweit, dass sie auch flach schneiden können.
00:28:48: Und dann habe ich natürlich schon den Vorteil das ich ja mit einem festen Schaarstiel der nicht ausweichen kann und dem Maisel dann auch den Einzug in den Boden hab' und wenn ich da noch einen flachen Flügel dran hab', dann schaffe es ja auch irgendwo auf fünf Zentimeter zu schneiden und dann schaffe ich ja eigentlich meinen flächigen Schnitt.
00:29:09: Also es kann durchaus ja auch eine Alternative zu sein, wenn mein Flügel-Schargrupper das kann.
00:29:17: Dann kann ich ja auch mit dem fahren.
00:29:20: Genau!
00:29:20: Das ist das richtige Stichwort Wenn der das kann.
00:29:23: also Flügelschargruber ist ein weites Feld.
00:29:27: da muss man sich das individuelle Gerät mit der Bestückung anscharen die man dran hat dann genau anschauen.
00:29:36: Man sollte sowieso wenn man ein Gerät testet für einen Einsatzzweck einfach mal auch vom Schlepper absteigen und das Bearbeitungsprofil freilegen.
00:29:48: Am besten irgendwie Besen mal noch mit dabei haben, um zu schauen wie ist der Bearbeitungshorizont?
00:29:56: Wie flach ist er?
00:29:57: Wie Flach kann ich das Gerät insgesamt einstellen?
00:30:00: Wie eben ist der bearbeitungshorizont?
00:30:06: Das ist hauptsächlich dann eine Funktion der Schare und des Winkels.
00:30:10: Und der Bedingungen letztlich.
00:30:12: auch kriege ich da eine offenporige Schnittkante noch hin, sodass sich falls ich schnell dann eine Zwischenfrucht zum Beispiel sehen will dass da die Kabilarität bis an den Bearbeitungshorizont ran funktioniert so das ich dann Wasseraufstieg zum Saatgut auch habe.
00:30:36: Es gilt aber nicht nur für die mögliche Zwischenfrucht, die ich dann sehe.
00:30:40: Sondern auch wieder für die Samenunkräuter, dass dort einfach Wasser von unten hin aufsteigen kann, das wir sie so zum Keimen bringen können.
00:30:51: Also Bearbeitungstiefe.
00:30:53: wie flachwellig durcheinander ist der Bearbeitungshorizont und wie offenporig sieht die bearbeitete Fläche dann aus, wenn ich das lose Material mal zur Seite geräumt habe.
00:31:09: Und da ist natürlich auch das Thema Wirtschaftlichkeit auch kein Unterschied.
00:31:12: also Wenn ich natürlich mit einem Flügelchakrupper nur auf fünf Zentimeter fahre Dann verbrauche ich natürlich auch nicht so viel Diesel wie wenn Ich den auf fünfzehn oder auf zwanzig Zentimeter Fahre.
00:31:23: dann bin ich natürlich in der gleichen Größenordnung unterwegs mit einer Scheibenegge oder mit der Großfederzinkenegge.
00:31:31: Das einzige ist natürlich die Fahrgeschwindigkeit, auch da müssen wir natürlich schauen.
00:31:37: zum einen natürlich der Verschleiß, der dann schon bei einem Flügelschark größer ist wie jetzt bei einer Scheibe und man muss natürlich eben dann auch schauen dass man die Geschwindigkeiten nicht unendlich steigert weil sie Ihr Arbeitsoptimum in einem anderen Geschwindigkeitsbereich?
00:31:56: Ja,
00:31:58: aber Schnellfahren braucht auch Diesel.
00:32:00: Schnell fahren braucht Diesel und Tiefahren braucht auch diesel und macht dazu noch Strukturschäden.
00:32:06: Insofern haben wir jetzt die Geräte so ziemlich durch.
00:32:09: was fehlt aus deiner Sicht noch?
00:32:11: Wir
00:32:11: haben einen Gerät natürlich noch nicht angesprochen und das ist der Flachgruppe mit festen Scharstilen.
00:32:20: sollten wir den auf dem Öko Betrieb haben brauchen wir den dafür?
00:32:25: Das ist natürlich jetzt ein Zwischending.
00:32:28: Das ist ja auch was, was aus den technischen Entwicklungen der letzten Jahre gekommen ist und das ist natürlich so eine Zwischenmaschine die Vorteile aus beiden Welten vereinen soll.
00:32:43: Wir können sie natürlich flexibel einsetzen für verschiedene Sachen Und immer dann wenn wir im Prinzip flach und flächig, und schneitend arbeiten wollen.
00:32:53: Insofern eigentlich ideal für das was wir alles im Öko-Betrieb machen wollen?
00:32:58: Eigentlich ideal ist eben ein zusätzliches Gerät gegebenenfalls dass Geld kostet, das Platz in der Maschinenhalle braucht und das im Grunde ein Spezialgerät ist aber für einige Sachen doch sinnvoll.
00:33:12: letztendlich muss man sich überlegen ob beim Flügelschalkruppel vielleicht den etwas teureren kauft und darauf achtet, dass er tatsächlich auch flächig flach schneiden kann oder ob man das speziellere Gerät flachkruppe kauft, das für weniger Einsatzzwecke gegebenenfalls geeignet ist.
00:33:32: Das aber dafür gut kann!
00:33:34: Und wer hat ihn vorhin schon gesagt?
00:33:36: Limitierend für den ersten Arbeitsgang und dessen tiefem Einstellung ist möglicherweise auch die Oberflächenstruktur des Bodens.
00:33:46: und dann ist die Frage, ob man die angegebenen zwei Zentimeter des Flachgrubbers überhaupt sinnvoll im eigenen Betrieb und auf der eigenen Fläche nutzen kann.
00:33:57: Und da muss ich jetzt auch noch einen kleinen Punkt ergänzen.
00:34:00: es kommt auch massiv auf die Schare an und wenn ich ein Grupperrahmen dastehen habe und kauf mir den teureren Grupper auf den Original-Schaden verschiedene Einstellmöglichkeiten hat, um die Flügel vielleicht einzustellen und kaufen wir dann das günstige Schar was die notwendigen Löcher nicht hat zum Beispiel.
00:34:24: Dann nehme ich mir natürlich auch diese Einstellungen und dann komme ich vielleicht an dem Punkt wo ich sage naja der funktioniert ja doch nicht so wie es im Prospekt steht oder wie das auf der Vorführung geklappt hat.
00:34:36: also da muss man natürlich wirklich gucken.
00:34:41: In der Regel ist es ja so, dass doch die meisten Betriebe ein relativ breites Auswahlspektrum schon haben an Maschinen und da muss man erst einmal gucken ob mal von der Einstellung her nicht vielleicht doch den bestehenden Maschinenpark soweit bringt das er einigermaßen arbeitet.
00:35:01: Und noch einen Punkt wenn natürlich bei diesen ganzen ultra flach schneidenden Geräten sehr flach schneiden, dann kann es natürlich passieren.
00:35:11: Nicht bei jedem Boden aber es kann passieren dass die auch gar nicht mehr mischen sondern einfach nur durchschneiden und dann kann's also passieren das sich diesen Effekt der Mischung gar nicht mal hab.
00:35:25: Das passiert im normal Fall nicht.
00:35:27: Aber wenn ich jetzt eine sehr starke Verumkrautung zum Beispiel habe oder Da müssen wir irgendwann nochmal drüber sprechen beim Thema Kliggrasumbruch.
00:35:36: Da kann es halt passieren, dass der einfach nur unterschneidet aber den bearbeiteten Horizont gar nicht dreht und wendet oder mischt und das kann natürlich auch hinderlich sein für das was ich eigentlich erreichen will.
00:35:50: Und dann müsste ich mit einem zweiten Gerät fahren was da noch mal mischt in der Kombination Und dann wäre es wahrscheinlich doch einfacher gewesen, nur mit dem Flügelchergrupper der flach schneiden kann zu fahren.
00:36:01: Der das dann alles macht.
00:36:03: und den Mischungseffekt darf man trotz allem auch nicht unterschätzen gerade wenn wir eben dann auch mit organischer Düngung arbeiten will und die dann auch einarbeiten möchte.
00:36:17: Ein anderes Problem wenn ich nur den Horizont ganz flach durchschneide ist natürlich grad wenn ich so was wie Ampfer habe dass der dann gegebenenfalls aus zwei Teilen wieder anwächst und ich da keinen Bekämpfungserfolg letztlich hinbekomme.
00:36:37: Genau, deswegen sind es natürlich technisch sehr spannende Maschinen.
00:36:43: aber man muss natürlich gucken.
00:36:45: Es kann nicht sein das diese Maschine dann alle Probleme am Betrieb lösen.
00:36:49: Das gilt für keine Maschine.
00:36:51: Leider gibt's nicht die eine Maschine die alles kann.
00:36:54: oder hast du sie schon gefunden?
00:36:58: Ja.
00:37:00: Letztlich muss man sich als Landwirt immer fragen, was ist auf meinen Flächen unter den aktuellen Bedingungen das beste Verfahren?
00:37:10: wie kann ich das mit meinen oder denen mir zur Verfügung stehenden Maschinen realisieren?
00:37:19: und da findet es sich für alle meiste Fälle eine wirklich gute Lösung, da kann man auch gerne sich an die Beratung immer wieder wenden.
00:37:29: Das war jetzt fast das perfekte Schlusswort eigentlich?
00:37:32: Nein!
00:37:33: Eine Frage habe ich mal gerade oder schräg fahren.
00:37:38: Ja, das wäre jetzt eben... also jetzt pass auf.
00:37:42: Jetzt sind wir an einem Scheidepunkt.
00:37:44: entweder wir machen jetzt Schluss oder wir reden jetzt noch über so Spezialfälle.
00:37:55: ganz kurz über Zwischenfrucht sprechen, aber nur zwischen Fruchtaussatz ja oder nein?
00:38:00: Oder wann und wir können auch noch übers Schrägfahren sprechen.
00:38:04: Was mache ich denn bei der Stoppelverarbeitung anders wenn nicht klar eine Zwischenfurcht auszusehen?
00:38:10: Man muss natürlich da als erstes mal schauen, wenn ich eine Zwischefrucht anbauen will habe ich dennoch Restfeuchte im Boden Und wenn ich restfeuchten im Boden hab nach der Ernte direkt, dann kann ich natürlich relativ schnell eine Zwischenfrucht ansehen.
00:38:29: Dann muss ich mir natürlich klar sein will ich jetzt die Zwischen Frucht machen?
00:38:34: und dann ist das Thema Stoppelbearbeitung nach einem Durchgang unter der Zwischenfruktaussaat erst einmal durch.
00:38:41: Habe ich natürlich diese Restfeuchte nicht mehr oder erst in der Tiefe wo sie sich überhaupt nicht mehr erwachsen können?
00:38:53: Dann muss ich natürlich meine Zwischenfruchtaushalt eh irgendwo weiter nach hinten schieben, wenn es wieder regnet.
00:38:59: Und dann kann eigentlich das Zeitfenster für die Stoppelbearbeitung schon nutzen gerade, wenn ich eben auch so was wie jetzt eine Düssel oder andere Unkräuter im Bestand hatte und sagen will naja da will ich jetzt mal so ne kleine Unkrautkur zwischen reinschieben.
00:39:22: schon am Anfang eine längere Vegetation, also das ist natürlich jetzt schon spürbar wie die Vegetation abnimmt.
00:39:29: Aber wir haben ja trotzdem... Wir können es ein Stück weit kompensieren weil die vegetationsperiode ja mittlerweile auch länger wird.
00:39:36: Das heißt wir haben bei manchen Zwischenfrüchten sogar eher schon die Angst dass sie noch samengreif werden und müssten da eh vielleicht einen Saatzeitpunkt nach hin beschieben.
00:39:45: Also letztlich bestimmt der Unkrautstatus und die Feuchtigkeit ob ich Schnell eine Zwischenfruchtsehe oder ob ich die Bodenbearbeitung priorisiere?
00:39:56: Ja, das sind die zwei Faktoren und danach richtet sich.
00:40:01: Jetzt könnte ich die Zwischen Frucht natürlich auch
00:40:03: noch düngen!
00:40:04: Ja da sind wir dann natürlich aber bei zwei unterschiedlichen Komponenten – die fachliche und die rechtliche.
00:40:13: Und wenn ich natürlich die Zwischefrucht düngen möchte, dann habe ich da eben oftmals die Termine an die ich mich halten muss und dann muss die Zwischenfrucht gesaid werden relativ früh.
00:40:25: Und dann komme ich gar nicht aus.
00:40:29: Also die Betriebe, die da wirklich was machen wollen oder machen müssen bei der Zwischenfurcht, da müssen wir natürlich schon auf die jeweiligen rechtlichen Vorgaben in den jeweiligem Bundesländern verweisen?
00:40:43: Auf jeden Fall!
00:40:45: Über dem Gesetz steht auch der Ökolandwarnweg.
00:40:48: Aber gerade wenn ich diesen frühen Termin nutze, weniger Boden bearbeite dadurch vielleicht auch weniger Mineralisierung mache und es im rechtlichen Rahmen erlaubt ist.
00:41:02: Dann ergibt auch eine Düngung zur Zwischenfrucht noch gut Sinn und da kann man das Wachstum nochmal gut unterstützen.
00:41:13: Wichtig ist aus meiner Sicht, wenn wir über die Zwischenfurchtssaat regen wir teilweise jetzt letzte Woche wieder deutlich über dreißig Grad hatten, wenn dann die Sonne auf den Boden knallt und ich im Boden eher fünfzig als vierzig Grad habe.
00:41:33: Dann muss sich da auch keinen Zwischenfruchtsaat gut einbringen.
00:41:36: Das ist dann zu schade!
00:41:38: Nein weil die natürlich einfach nimmer keimen.
00:41:42: Das Einzige, was glaube ich über über dreißig Grad Bodentemperatur noch keimt sind die Hirserarten.
00:41:49: Alles andere stellt da die Keimung relativ schnell ein.
00:41:54: Jetzt haben wir natürlich noch einen ganz wichtigen Punkt vergessen und zwar ist das... Nein, wir haben ihn nicht vergessen!
00:42:03: Wir haben ihn noch nicht angesprochen.
00:42:05: Und zwar ist es der Punkt des Winkels für viele Jahre.
00:42:10: Die zentrale Stellschraube zum Erfolg der Stoppelbearbeitung ist das Fahren im Winkel zur Säherichtung.
00:42:17: Das müssen wir natürlich jetzt auch noch kurz besprechen.
00:42:21: Viele fahren ja dann in Winkel irgendwo zwischen, ich würde sagen, fünfzehn und dreißig Grad zu einer Säerrichtung.
00:42:29: Brauche ich das oder wann brauche ich es?
00:42:32: Da müssen wir noch kurz drüber sprechen!
00:42:33: Und wenn ich es brauche... wie gut muss mein Schlepper gefedert
00:42:36: sein?!
00:42:39: Nein!
00:42:40: Es ist natürlich Nicht nur eine Glaubensfrage, sondern hat auch Ackerbau praktische Hintergründe.
00:42:49: Ob mein Gerät eine gute Arbeit macht kann ich unter den jeweiligen Bedingungen sehr gut einschätzen und zwar indem ich aussteig und das Arbeitsbild überprüfe.
00:42:59: Wenn das Feld relativ uneben ist und ich in eine spezielle Richtung Fahrgassen zum Beispiel habe die ich erreichen will dann kann es sinnvoll sein Wenn ich schräg fahre, aber fürs Fahren ist es natürlich angenehmer gerade zu fahren.
00:43:16: Das heißt wenn mein Gerät es schafft, wenn ich gerade zur Saatrichtung fahrene die Bodenbearbeitung gutzumachen dann kann ich genauso gut gerade fahren.
00:43:26: Genau so ist es.
00:43:27: also.
00:43:28: wenn natürlich mein Boden bearbeitungsgerät keine zufriedenstellende Arbeit leistet, kann ich natürlich versuchen das nachdem ich alle anderen Einstellungsmaßnahmen ausgereizt habe kann ich das natürlich versuchen, über den Winkel zu verbessern.
00:43:44: Bestes Beispiel dazu können schon zum Beispiel auch Kurzscheibenägen sein.
00:43:50: Da habe ich schon Arbeitsbilder gesehen.
00:43:52: da waren die Stoppelreihen beim Gratfahren noch gestanden und die Scheibenäge hat nur dazwischen zwischen den Getreidepflanzen feiner erzeugt.
00:44:02: dann ist natürlich der des variierendes Winkels auf jeden Fall zwingend notwendig.
00:44:08: Wenn ich jetzt aber natürlich mit einem gut funktionierenden, flach arbeitenden Flügelchagrupper durchfahre und danach im Arbeitsergebnis feststelle, dass der gar nicht besser arbeiten kann.
00:44:20: Dann gönne ich mir den Luxus und fahre in der Säherichtung und dann fahré ich da relativ komfortabel und das Arbeitsergeben ist trotzdem gut!
00:44:31: Du siehst... Ich habe gedanklich die Scheibenegge schon ein bisschen ausgeblendet weil dir auf dem Öko betrieb doch schmalere Einsatzfenster hat als im konventionellen.
00:44:42: Aber du hast natürlich recht, letztlich kommt es aber wieder darauf hinaus.
00:44:48: ich muss das Arbeitsbild überprüfen und schauen wo sich ist und wie kann ich's am Ende verbessern?
00:44:56: Genau!
00:44:56: Es gibt da auch kleine Anekdote nichts was es nicht gibt.
00:45:00: Ich habe schon gesehen eine Scheibenegge auf einem Betrieb der Controlled Traffic gemacht Und der hat quasi in der dauerhaft angelegten Fahrgasse die Scheiben so verändert, dass sie tiefer gelaufen sind und hat es damit geschafft, dass er mit der Scheibe trotzdem in seine Richtung fahren kann.
00:45:25: Funktioniert aber nur bei Control Traffic in dem Fall.
00:45:29: Führt uns natürlich auch direkt zum Fazit.
00:45:32: Im Idealfall für die Stoppelbearbeitung habe ich eine große Maschinenhalle in der jedes Gerät, in jeder Bauform steht wie man es brauchen könnte und ich such mir einfach das passende oder hängt das passente an was ich für die Bedingungen brauche.
00:45:49: Diesen Luxus hat aber leider nicht jeder und deswegen ist natürlich Stoppelbearbeitung manchmal ein Kompromiss sollte aber beim Arbeitsbild kein Kompromis sein.
00:46:00: also vielleicht wenn ich das perfekte Ergebnis mit dem ersten Durchgang erreicht dann brauche ich vielleicht nur einen zweiten.
00:46:06: Aber ich sollte an unser Zielbild flach und flächig schneiden, irgendwann schon relativ nah ran kommen.
00:46:14: Und wir wollten jetzt einige Antregungen und Ideen zum Weiterdenken geben damit mir eben nach der Getreide Ernte schon wieder an die nächste Getreidernde denkt und bei der Stoppelbearbeitung schon die Basis für die nächste gut funktionierende Hauptkultur legen will.
00:46:36: Und am Ende ist es auch so, die Maschinenhalle kann noch so groß sein mit einem guten Grupper.
00:46:43: Gute Schaden dran passend eingestellt.
00:46:47: Kann man unter vielen Bedingungen ziemlich viel erreichen.
00:46:51: und damit haben wir doch die Eier.
00:46:52: legende wollen mich saugfunden
00:46:54: für viele Bedingung nicht für alle.
00:46:59: Am Ende ist ja das Konzept bei der Stoppel Bearbeitung dass ich so flachig sinnvoll arbeiten kann arbeite Und das können wir auch einigermaßen unabhängig von der aktuell trockenen Witterung machen.
00:47:13: Für alle späteren Arbeitsgänge müssen wir natürlich die nachfolgende Witterungen und die Feuchtigkeit
00:47:19: beachten.".
00:47:21: Ja, das war das perfekte Schlusswort!
00:47:23: Und damit bedanken wir uns fürs Zuhören.
00:47:28: wie immer postet eure Fragen gerne in die Kommentare und mehr Infos zum Thema erhaltet ihr den Show Notes.
00:47:36: Wir bedanken uns bei euch fürs Zuhören und hören uns beim nächsten
00:47:40: Mal.
00:47:40: Danke, Stefan!
00:47:41: Bis zum nächsten Mal!
00:47:42: Ciao macht's gut!
00:47:51: Tschüss!
00:48:03: Vermarktungsvorteile und das große Netzwerk aus Beraterinnen und Berater sind zwei Gründe, warum sich eine Mitgliedschaft für dich auszahlen kann.
00:48:11: Hol dir jetzt unser kostenloses und unverbindliches Infopaket!
00:48:15: Klicke einfach auf den Link in den Show Notes, trage kurz deine Daten ein und wir senden dir das Paket in den nächsten Tagen zu.
00:48:22: Bis zum nächsten Mal – Wir freuen uns wenn du wieder dabei bist Und denkt immer daran?
00:48:27: Gut beraten mit Naturland.
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