#36 Bio-Druschfrüchte: Zwischen Preisdruck und Marktchancen
Shownotes
Wie entwickelt sich der Markt für Bio-Druschfrüchte? Welche Kulturen bieten aktuell gute Vermarktungschancen?
In dieser Folge von WIR BIO-BAUERN spricht Celine Grau mit Stefan Schmidt, Ressortleiter Druschfrüchte der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG, und Louisa von Münchhausen, Geschäftsführerin des Gut Rosenkrantz, über die aktuelle Situation am Markt für Bio-Druschfrüchte.
Gemeinsam ordnen sie ein,
• warum höhere Verbraucherpreise nicht automatisch bei den Betrieben ankommen,
• welche Folgen Energiekrise und geopolitische Entwicklungen für den Bio-Markt haben,
• wie sich die Märkte für Hafer, Dinkel und Weizen aktuell entwickeln,
• welche Perspektiven es im Futtermarkt,
• weshalb Vorverträge und Vermarktungsstrategien gerade jetzt an Bedeutung gewinnen und
• worauf Bio-Ackerbaubetriebe bei ihrer Anbau- und Vermarktungsplanung achten sollten.
Shownotes
✅ Webseite Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG
✅ Webseite Beratung für Naturland
Transkript anzeigen
00:00:00: Jetzt, mitten in der Ernte wollen wir euch natürlich die Preisaussichten am Truschfrüchte-Markt nicht vorenthalten.
00:00:05: Ich habe dazu im Juni Luisa von Münchhausen vom Gut Rosenkranz und Stefan Schmidt von der Market-Sellschaft der Naturlandbauern AG interviewt.
00:00:13: Los geht's nach dem Intro!
00:00:29: Wir liefern dir praxisnah Tipps und Impulse, die dir helfen können deinen Biobetrieb erfolgreicher und effizienter zu gestalten.
00:00:36: Als Beratung für Naturland begleiten wir dich auf diesem Weg!
00:00:40: Also packen wir es an.
00:00:44: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wir Biobauern.
00:00:47: Ich bin Silin Grau der Host des Podcast Und heute geht's um den Biotrischfrüchtemarkt.
00:00:53: Dazu habe ich zwei Gäste.
00:00:56: Zum einen unseren Experten Stefan Schmidt Der Dessortleiter für Truschfrüchte bei der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG.
00:01:02: Hallo, Stefan!
00:01:04: Hallo und Servus aus dem Süden.
00:01:05: Zum anderen heute zum ersten Mal dabei Luisa von Münchhausen.
00:01:10: Sie leitet die Saatgut- und Getreideabteilung und ist seit Jahrzehnteinzwanzig in der Geschäftsführung des Gut Rosenkrans.
00:01:16: Hallo Luisa!
00:01:18: Moin moin in die Runde aus dem hohen Norden.
00:01:21: Sehr gut wir sind hier deutschlandweit verteilt unterwegs so als kleine Randinfo Ich in der Mitte und der Rest Nord- und Süd, genau.
00:01:30: Jetzt aber wie man so schön sagt mal wieder Buddha bei die Fische.
00:01:33: ein ernstes Thema und auch sehr wichtiges Thema ist natürlich die Preissteigerungen.
00:01:39: In den Supermaterialien sind die Preise für viele Produkte in letzten Monaten aufgrund der Krisen der Welt extrem hochgegangen.
00:01:46: Die Verbrauchinnen und Verbraucher haben das gespürt.
00:01:48: Aber beim landwirtschaftlichen Betrieb ist diese Erhöhung nicht angekommen bisher.
00:01:53: Was könnt ihr da sagen?
00:01:54: Wo bleibt es Geld?
00:01:56: Ja, also wir sind ich denke in der Wettchef uns Kette wie schon von dir angesprochen.
00:02:00: die bedienen wir bei Rosenkranz tatsächlich auch vom Saatgut bis zum Industrieverarbeiter und vor allem auch Bäckerkunden.
00:02:07: Und Kostensteigerungen in den einzelnen Bereichen wie Energiefrachten und Personal betreffen uns dort alle auf den Stufen.
00:02:16: und das birgt eigentlich schon die Schwierigkeit dass selbst wenn der gezahlte Preis zb für einen Dinkel oder ein Brotweizen gleich ist Das über die Kette dann von einer Fracht, von fertig abgesackten Mehl aber eben auch dem Energieeinsatz in einer Mühle und eben auch den Frachtkosten vom Hof bis zur Mühles.
00:02:39: Dass selbst dann weniger auf den Betrieb ankommt.
00:02:42: und der Betrieb selber ist ja aber auch von den ganzen Kostensteigerungen betroffen.
00:02:47: Das macht einfach eine schwierige Situation aktuell
00:02:50: total Stefan
00:02:52: anzufügen.
00:02:55: großer Wettbewerb draußen im Handel ist und unterschiedlichste Verkaufsstrategien der einzelnen Marktteilnehmer sind, sich jeder daran orientiert.
00:03:07: Man merkt eine Kaufzurückhaltung der Kunden und vermutlich die Angst der Erhändler da die Preise anzupassen nach oben.
00:03:18: Kostensteigerungen, natürlich die gesamte Wertschöpfungskette betreffen angesprochen.
00:03:25: Da gehört ja jetzt aufgrund des Nahostkriegs auch natürlich die erhöhten Transportkosten einfach durch die Dieselpreise.
00:03:32: Jetzt gibt es Unternehmen, die da eins zu eins die gestiegenen Preise an ihre Kunden quasi weitergeben also jetzt außer landwirtschaftlich irgendwelche handwerklichen Unternehmen zum Beispiel Bäuerinnen und Bauern in dem Einzelnen nicht.
00:03:47: Also sie können ja nichts sagen, ich will jetzt da mehr und fertig.
00:03:53: Was macht ihr da oder was könnt ihr da tun um eben die Transportkosten vielleicht eben nicht eins zu eins an die Bäuerin und Baueren zu geben sondern es da so eine Kompromisslösung gibt?
00:04:06: Genau, also man kann natürlich versuchen oder es versuchen wir auch mit unseren Kunden dazu zu sprechen.
00:04:12: Das Thema ist... Wir haben oft Kontrakte gemacht und die sind frei geliefert das heißt der Preis freigeliefert steht und wir sind rein vertraglich in der Verpflichtung zu liefern.
00:04:24: Man muss immer schauen ob man laufende Tagesgeschäft.
00:04:28: Das haben wir eben auch, dass wir den Bäckern ja einzelne Säcke und so etwas liefern die keinen Kontakt vorher gemacht haben kann man über eine Kostenpauschale nachdenken.
00:04:37: das haben wir auch zum Teil eingeführt.
00:04:39: Die Schwierigkeit ist ja, dass auch unser Abnehmer wiederum in der Diskussion mit dem Kunden steht.
00:04:46: Also wenn der Biobäcker irgendwann sagt mein Brötchen kostet ein Euro Fünfzig und die konventionelle Bedientheke beim Discounter vorne weg nimmt halt neunundzwanzig Cent fürs Brötchens dann habe ich auch Sorge das den Bioböcker eben auch Kunden wegbrechen können.
00:05:04: also man kann es in dem Bezug endlos spielen und man darf auch nicht vergessen, so viel wie mittlerweile Werbung ja auch für Bio-Ware im Supermarkt oder ähnliches sehen.
00:05:15: Es ist ja auch sichtbar der Preis und manchmal es ist vielleicht auch nur ein Lockpreis, der gar nicht so sehr was mit den tatsächlichen Kosten und dem Wert des Produkts.
00:05:24: Man muss ja auch überlegen hat er auch einen Landwirtenjahr lang für gearbeitet?
00:05:27: und auch eine Mühle und so weiter haben wir ja etwas dafür getan für dieses Produkt dass sich das immer im Preis auch widerspiegelt.
00:05:35: Stefan, wie macht ihr es?
00:05:38: Ich glaube oder ich würde sagen das von unserer Seite dass so gut wie keinen betroffen hat denn die Landwirte haben Abstationspreise.
00:05:48: Die meisten Verträge sind ja wann ging's hoch?
00:05:50: im Februar?
00:05:51: da ist ja ich würd' sagen achtzig-neinzig Prozent des Jahres durchgeplant kontraktlich.
00:05:58: auch die Speisemühlen denken langfristiger.
00:06:03: wir Wir erwähnt Abstationspreise, das heißt es hat dort kein Landwirt gemerkt.
00:06:08: Wer's gespürt hat sind jetzt wir ja auch.
00:06:12: wir sind nicht in der Lage oder das weiterzugeben.
00:06:16: Wirst du auch abgeplockt?
00:06:17: Du kannst dir für die Zukunft etwas einfallen lassen kontraktlich zu vereinbaren.
00:06:22: Das geht aber halt nicht einseitig sondern dann ist auch mindestens dass das auch in eine andere Richtung gehen muss.
00:06:28: Das heißt wo stellst du den Startpunkt triffst du dich Und ich würde mal sagen, es ist trotzdem jeder not am used über dieses Thema zu diskutieren dann auch.
00:06:38: Also das hat uns in dieser Saison schwer getroffen.
00:06:44: die was sind wir jetzt drei vier Monate, wo's ganz gewaltig nach oben gegangen ist?
00:06:49: Das haben wir selber geschluckt.
00:06:51: Das heißt, da werdet ihr für die kommenden Saison oder für die kommen in den Jahre irgendwie euch überlegen wie man das anders angehen kann?
00:06:58: Oder
00:06:58: müssen wir?
00:06:59: aber es ist ein schwieriges Thema mit den Mühlen und dem Kunden darüber zu sprechen und diskutieren.
00:07:05: Ich finde dass genau der Punkt jetzt Stefan sagt also die Kunden sind ja selber daran interessiert halt Verträge zu machen und fragen hier aber auch eben wer hat welche Konditionen?
00:07:16: das heißt man ist ja auch im Wettbewerb Das ist man ja genau, sind wir genauso wenn wir einen Wischfutter anbieten.
00:07:24: Genauso wie ein Saatgut anfragt wird der Preisverglichen frei geliefert und es macht eben auch der Kunde der das Biomün Produkt haben möchte.
00:07:32: in der Regel wollen die gerne zumindest im Lebensmittelbereich, denn ein Jahr.
00:07:37: Und ich glaube keiner von uns kann den Verlauf oder die zukünftigen Dieselpreise vorher sagen und auch damit verbunden ist diese Preise.
00:07:46: es sind ja auch Mautkosten Personalkosten.
00:07:48: wir haben massiven Engpass Fahrer zu finden also Äcker wie Fahrer.
00:07:53: Diese Dinge sind ja noch on top Die Steigerung für Ursachen und uns auf jeder Ecke in der gesamten Wärtschutz Kette dann eben auch betreffen.
00:08:02: Ja, wir können zwar nicht die Dieselpreise in dem Maß voraussagen.
00:08:07: Aber was ihr natürlich sagen könnt sind die aktuellen Preise für den Truschbrüchtemarkt.
00:08:13: Grundsätzlich ist es da noch sehr ruhig weil die müh und überwiegend gut versorgt sind.
00:08:21: aber da wollen jetzt natürlich die einzelnen Kulturen genauer anschauen beginnend mit einem Hafer.
00:08:28: Da ist natürlich auf jeden Fall Sehr, sehr gut versorgt die Mühlen.
00:08:34: Die Situation ist da sogar eher angespannt dadurch weil eben noch die Möhlen so gut gedeckt sind.
00:08:40: Was ist da denn genau sonst los?
00:08:43: und wie sind dann die Preisaussichten?
00:08:46: auch Stefan?
00:08:49: Also der Absatz macht dem Hafer, der ist intakt und funktioniert.
00:08:54: Es kommt einem vielleicht das Landwirt anders vor, weil man noch aus seinem Haar versitzt und ihn nicht verkaufen kann.
00:09:02: Wir hatten drei wesentliche Faktoren.
00:09:04: Wir hatten einen Anbauzuwachs, wir hatten ein Rekorderträge und wir hatten auch deutlich verbesserte Hektar-Litter-Gewichte.
00:09:12: Und diese Kombination aus diesen drei Sachen dann hast du statt hundert Prozent Planmengen halt mal Hundertsechzig, Hundertsiebzig Prozent ja?
00:09:21: Das hat das zum Kippen gebracht in dieser Saison.
00:09:26: Die Landwirte die in Vorverträgen waren haben nichts gespürt davon und die hat warten, diese Saison erwischt.
00:09:40: Ich würde einschätzen dass diese Hafermühlen mindestens wahre bis zum Jahreswechsel haben eine bisschen mehr oder ein bisschen weniger.
00:09:51: aber das ist so ne ungefähr so ne halbe Ernte haben die drüber sind Und letzte Saison sind wir, oder die letzten im Hafer wahrscheinlich zwei der drei Jahre sind.
00:10:04: Die meisten lern die neue Saison gelaufen.
00:10:06: also das ist der Unterschied.
00:10:12: Ich sehe keinen Anbau-Rückgang Das hat es für uns gesehen Der ist ziemlich stabil.
00:10:18: ich plädiere jetzt auch nicht dafür dass da wieder raus die Leute aus dem Hafer rausgehen und die Alternativen für eine Sommerung sind nicht so so groß, z.B.
00:10:31: Braugäste oder anderes.
00:10:34: Das heißt es kommt halt jetzt noch ein Jahr mit ich weiß nicht um was Durchstrecke bezeichnen sollen.
00:10:41: mit niedrigen Preisen und das Jahr darauf würde ich jetzt sehen werden wir uns wahrscheinlich wieder in eine andere Richtung bewegen auch.
00:10:49: Du meinest ja auch gerade schon dass die Landwirte wahrscheinlich den die Situation des Hafermarkts anders wahrnehmen weil sie einfach nur auf Hafer sitzen.
00:10:57: wie würdest du denn da empfehlen?
00:10:59: Wann sie, wie Sie vermagten?
00:11:01: Da geht jetzt nichts mehr weg.
00:11:02: Das muss man leider so sagen.
00:11:03: dann auch.
00:11:04: Man hat versucht mit Mühlen noch Verträge zu beschließen das die selbst überlagern.
00:11:11: Ja, man hat auch einen Teil ins Futter rein laufen lassen.
00:11:15: Es geht aber nur in einem begrenzten Ausmaß und ein Teil hat man selbst über lagert.
00:11:20: Und ich glaube fürs erste Halbjahr zum Liefern wird es schwierig werden dort rauszukommen aus dem Lager.
00:11:28: beginnend eher verstärkt ab Januar wieder.
00:11:32: Und Luisa, dann an dich die Preisfrage mit welcher Preisrichtung können die Landwirte da dann rechnen?
00:11:41: Also wir sprechen im Moment mal einfach noch.
00:11:44: dieses besagte jetzt kommende Halbjahr ist was einfach C wird von den Abnahmeterminen her sehen wir das irgendwo um die dreihundert Euro.
00:11:53: Das hängt jetzt immer davon ab, es ist schon Ware, die halt noch ins Lager gefahren werden muss und gereinigt werden muss oder es ist Ware, der direkt zur Mühle kann.
00:12:01: Und ich sehe bei diesem Thema den vielen Überlagers schon die Gefahr dass Hafer da auch in Qualitätsprobleme kommt.
00:12:10: aus meiner Erfahrung das empfindlichste Getreide, was wir haben.
00:12:13: Es hat noch einen gewissen Fettanteil.
00:12:15: es muss wirklich geguckt werden dass es vernünftig getrocknet ist, dass die Mykotoxine sich da nicht bilden im Lager und das ist schon empfindliche und das auch eine Herausforderung.
00:12:26: daher denke ich mal macht es da Sinn mit den Erbnehmern zu sprechen und auch die Ware sag' ich mal fix an die Hand zu geben ist etwas... Wir haben ja auch schon mal diskutiert über Vermarktungszeitpunkte.
00:12:36: es macht einfach immer Sinn wenn man auch schon jeweils vor einer Ernte und auch zu verschiedenen Vermarktungszeitpunkten nach der Ernte halt bestimmte Mengen einfach kontraktiert, weil dann hat man die Zusage.
00:12:50: Und dann kann es ja auch eingeplant werden?
00:12:53: Ihr habt da jetzt auch den Blick wie wir zu Beginn vorgestellt haben, Du Luisa im Norden und du Stefan eher im Süden sitzt.
00:13:03: Deswegen auch die Frage, wie sind denn da die Haferbestände zum einen jetzt im Nord?
00:13:09: Bei dir Luisa, Norden- und Ostdeutschland quasi und dann im Süd bei dir Stefan?
00:13:15: Also insgesamt sehen sie vernünftig aus und würde von der durchschnittlichen Ernte im Moment schätzen.
00:13:20: wir haben beim Winterhafer einzelne Probleme mit den Kahlfrösten die weit hatten.
00:13:26: aber Winterhaver macht keine macht unser Einschätzung keine zehn Prozent des Biohaferanbaus an.
00:13:31: Der Hauptteil spielt sich im Sommerhafer und da gehen wir auch von der ähnlichen Anbaufläche aus wie im Vorjahr, das heißt also mit einer durchschnittlichen Ernte und eine vernünftigen Qualität würde das schon noch für etwas überhang sprechen weil wir diese Überlagerbestände haben nicht so.
00:13:50: trotz Hafer ist ne gute nachgefragte Kultur.
00:13:53: Wir haben da echt sehr hohen Bio Anteil auch im Gesamtabsatz.
00:13:58: Das heißt, wir empfehlen den Landwirten trotzdem auch beim Hafer zu bleiben und das jetzt nicht für die Folgejahre in irgendeiner Form abzuschieben.
00:14:06: Sondern das ist ein Produkt was sich gut vermarkten lässt und aber auch verstärkt mit Vorverträgen dort gehandelt.
00:14:15: Ja weil ja sonst auch wieder diese krassen Preisschwankungen und dann ist es wieder so volatil wahrscheinlich
00:14:21: Genau einmal das.
00:14:22: Und man muss auch sagen, der Futtermarkt ist von der Menge her sehr begrenzt und mit sehr hohen Preisabschlägen verbunden.
00:14:28: Also
00:14:28: es ist nicht ganz so extrem wie beim Dinkel aber schon wirklich weniger Alternativen und daher schon auf diese Vermarktungsschiene angewiesen.
00:14:37: Umso höher das Risiko umso eher würde ich immer die Vorvertragsvariante empfehlen.
00:14:45: Stefan?
00:14:46: Wie sieht's im Süden aus?
00:14:48: Bei uns sind sie... Da haben wir noch Herren auf dem Feld, an einem Feldbegehung etwas kritischer unterwegs.
00:14:54: Dass es doch zu lange zutrocknen war und die Bestände nicht so dicht sind auch das Getreide nicht so hoch ist und auch die Körnerausbildung nicht so.
00:15:06: Also bis wird bei uns aktuell eher mit einer nicht-so guten Ernte gerechnet dann auch von Norden Osten deutlich besser aussieht dann auch.
00:15:18: Beim Dinkel sieht es ja ein bisschen anders aus.
00:15:21: Den Markt kann man eher als stabil bezeichnen, fast alle Lager sind leer also die gehen leer in die neue Ernte.
00:15:28: quasi.
00:15:29: bei Dinkel läuft ja fast alles sehr viel über Vorkontrakte.
00:15:34: wo lagen sie denn preislich?
00:15:36: oder wo gehts da denn hin beim Dinkel?
00:15:39: Stefan
00:15:42: Dinkelmarkt ist tatsächlich sehr, sehr konstant gelaufen.
00:15:45: Also da gab es jetzt keine großen Auf- und Abs.
00:15:48: das hat sich ziemlich stabil preislich gehalten.
00:15:51: mit wo du sagst Lager leer sind würde ich jetzt sagen die Landwirte sind weitgehend leer auch wir nicht.
00:15:59: also im Spellzware ist eigentlich ziemlich geräumt.
00:16:02: es gibt noch Kerne gibt's noch.
00:16:04: da ist halt der Bedarf deutlich, deutlich kleiner.
00:16:08: Denn die meisten Mühlen, die den Dinkel verarbeiten vor allem in großen Mengen, die entspelzen selbst, die haben keine Interesse, ein Dinkelkerne zu kaufen.
00:16:16: das ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.
00:16:19: also dieses Verhältnis im Spelz zu Kerne hat sich massiv zu Imspels verändert.
00:16:27: dann auch ich sehe auch der Druck ist da von den Mühln.
00:16:33: preislich wollen sie alle runter, die haben Ware.
00:16:38: Also man das ist die grundsätzliche Situation dass bei allen Kulturen die Mühlen nicht leer in die neue Saison gehen.
00:16:46: Das hatten wir anders dann auch.
00:16:49: Das merken wir ja auch jetzt seit wir haben Geschäftsjahreswechsel zum ersten siebten, dass unsere Bestände deutlich höher sind als das was sie letztes Jahr waren.
00:17:00: Preislich sehen wir jetzt momentan noch die vier noch voran nicht dran stehen, dass es um die fourhundert Euro Station ab Hof sind.
00:17:12: Luisa Wie nimmst du dann die Situation am Dinkelmarkt war ähnlich wie Stefan oder?
00:17:18: Ja wobei ich sagen wollte tatsächlich das sie alte Ernte.
00:17:20: dadurch das auf einmal noch konventionelle Aufkäufe im Markt erschienen sind doch geräumt da ist als ich das noch in Februar erwartet hätte und wir haben bei Dinkel Von Anbau her gehe ich auch von weiter steigenden Mengen an.
00:17:35: Das ist in den letzten drei Jahren, jetzt konnte ich ehrlich nach diesem Tiefpunkt XXIII gestiegen.
00:17:41: davon von dieser Entwicklung gehen wir weiter aus.
00:17:44: wichtig wird sein kommt die Qualität denn Dinkel isst nun mal ein Backgetreide Wir sind Marktführer für Biobäckereien.
00:17:51: Wir wollen wirklich den Hochprotein Dinkel, den richtig schön haben, dass wir davon auch genug bekommen.
00:17:58: und gleichzeitig werden wir jetzt konfrontiert mit Ausschreibung die sehr niedrige Preise angeben, die uns schon richtig wehtun wo wir halt eine Vier vorne nicht mehr schaffen würden.
00:18:08: und da geht es jetzt darum zu gucken, wie wir da hoffentlich zumindest ein Kompromiss finden können.
00:18:15: Dass man die Preise versuchst stabil zu halten um dann eine Konstanz zu haben.
00:18:19: Ich denke immer keiner hat was von diesen Dinkelmarkt querieren die dann in der Spitze für ganz wenige Leute vielleicht auch mal tausend Euro bringen, aber für andere eben auch nur noch zweihundert Euro.
00:18:30: und die Futterverwertung.
00:18:32: Das möchte keiner sondern wir wollen dass die Ware fließt und es vernünftige Preise gibt und da peilen wir auch das Preisniveau an was die Vier vorne haben soll.
00:18:42: Kommen wir eigentlich schon zum größten sag ich jetzt mal bedeutendsten Markt, dem Weizenmarkt.
00:18:50: Wenn wir uns nur auf den Speisebereich also A und B-Weizen fokussieren, Luisa ihr macht ja überwiegend hochqualitativen Arweizen das heißt um die twenty fünf Prozent Kleber.
00:19:03: warum habt ihr euch da drauf spezialisiert?
00:19:05: Wir beliefern hauptsächlich die Bäcker und dort sind die Anforderungen dass man schon im Standardmehl twenty fünf bis sieben Prozent Klebe hat Und ebenso darüber hinaus eben auch Premium-Wähle.
00:19:15: Die liegen dann schon gerne vom Kunden gewünscht bei über dreißig Prozent Kleber.
00:19:20: und das sind halt die Gebäcke, die jetzt auch, sagen wir mal den langfristigen Trend entsprechen dass die Konsumenten weniger harte Vollkornbrot essen, sondern eben auch feine Gebäcke.
00:19:33: Das heißt Plunderteil, Geblätterteiltaschen Sachen Togo und dafür auch alle Turiergebäcke sprich Krosshäusern ähnliches.
00:19:43: Die sind halt mit einem hohen Kleber einfacher zu machen.
00:19:47: oder haben wir im Biobereich die gesonderte Herausforderung?
00:19:49: Wir wollen und dürfen auch keine Zusatzstoffe da müssen umfang einsetzen Sondern sind wirklich auf die Rohware selbst angewiesen.
00:19:58: Und dieses Jahr ist das erste Jahr, was ich jetzt miterlebe wo wir mal ausreichend gut viel Premium Weizen und auch Standardweizen noch mit in die neue Ernte nehmen.
00:20:09: Und auch ganz bewusst bevorraten weil wir eben nicht wissen ob es diese Qualitäten in der neuen Ernte so im Umfang gibt.
00:20:17: Rein Mengenseite sieht es vernünftig aus beim Weizen.
00:20:20: aber wie gesagt das Qualitätsfragezeichen.
00:20:24: Und beim Weizen ist aber zumindest für den Landwirt der Vorteil, dass die Preisdifferenz zwischen Futter und Speise je nach Qualität oft nicht ganz so hoch ist.
00:20:34: Wo liegt er dann preislich?
00:20:36: Ich wollte gerade sagen, wenn wir jetzt im Hochqualitätsweizen- und Verbandsbereich sprechen über das gesamte Jahr, dann kommt da schon eine Vier.
00:20:44: Da sind wir schon mal über vierhundert Euro Abstationen.
00:20:50: nur ein Öko ist oder entsprechende schwächere Qualität, da ist es dann entsprechend niedrigere Preise.
00:20:57: und der große Markt der Haushaltsmehlpackungen den bedienen wir selbst nicht.
00:21:04: Dort sind denn ja die schwächeren Qualitäten auch mit zehn Komma fünf Protein bzw über zwanzig Prozent Kleber mehr nachgefragt.
00:21:12: Stefan wie sieht's dann beim Standardweizen quasi, also eher mit Zweiundzwanzigprozent Kleber oder beim B-Weizen.
00:21:20: Wie sieht es da aus?
00:21:21: Das gesamte Bild muss ich sagen... Ich sehe diesen Hochkleber Weizen auch überversorgt in diesem Jahr.
00:21:28: Da ist noch was da, da gibt's auch noch etwas draußen.
00:21:31: und da ist aber der Klassiker das wenns ein so gutes Jahr gab dass die Mühlen und Louisa macht, das machen sie auch.
00:21:41: Sich da was mitnehmen weil du nie weißt was die nächste Saison bringt.
00:21:47: Da kann es auch gut wieder sein.
00:21:49: ich glaube zwei Jahre zurück gedacht haben wir darum gekämpft dass einfach die Qualitäten deutlich schlechter waren und man dann schon mit dem Müll gesprochen hat, wir schaffen diesen siebenundzwanziger Schnitt nicht.
00:22:01: Dieses ist ganz anders.
00:22:04: Jetzt ist da natürlich der Preis etwas unter Druck weil man geht gut versorgt in neue Ernte, nimmt sich nochmals Witt und von daher gehen jetzt die einen oder anderen davor aus, da etwas weniger bezahlen zu können auch.
00:22:18: Der Mehlpackungsweizen der Schwache.
00:22:21: Ich würde jetzt auch stabil und konstant sagen, das ist ja für uns der größere Markt.
00:22:29: Da wo wir deutlich mehr liefern dann auch die Mengen dann auch.
00:22:36: Und da tut sich jetzt preislich... Jetzt fand es überraschend aber bin auf Rotrum nicht zu viel dass wir nach unten müssen oder großartig nach unten müssen.
00:22:52: Also im Verhältnis ist das deutlich geringer.
00:22:56: dann auch und dann wird sie noch der Abstand zeigen zum Futterweizen, der ist mal größer, mal kleiner und umso kleiner dass es ist, umso schlechter ist es.
00:23:10: Das heißt wo würde er preislich liegen?
00:23:13: Momentan würde ich ihn so bei Mitte dreißig sehen.
00:23:16: den Mehlpackungsweizen.
00:23:18: Ein weiterer natürlich auch spannender Markt, den Luisa jetzt vor allen Dingen bedienen kann.
00:23:26: Mit ihrer Fachexpertise ist der Sonnenblumenmarkt.
00:23:31: Da wurden ja vor allem die Nullsäure-Sorten mehr angebaut.
00:23:37: Der Hiolake-Bereich ist unterversorgt.
00:23:40: Wie sind da die Aussichten auf dem Markt und die Preise?
00:23:44: Also wir gehen davon aus, dass die Aussichten versorgnet und weiterhin positiv sind.
00:23:48: Wir haben in Ernter-Vierzehnzig jetzt schon eine Knapperversorgung besonders im Verbandsbereich.
00:23:54: da kann eben ja auch in der Regel keine ausländische Ökubare reingeliefert werden.
00:23:58: Bei Knapperversorgungen welches Sorte meinst du da genau?
00:24:05: Und für uns, da sette ich als Guterosenkranz.
00:24:06: Wir beliefern ja die Bäckereien mehr noch mit HO-Säule.
00:24:10: Das heißt das ist für uns sehr wichtig und hier hits natürlich viel.
00:24:16: Da sind die vor Vertragskonditionen weiterhin vernünftig.
00:24:21: Da liegt man über siehmonat Euro die Tonne und dann kommt es halt darauf an ob man selbst trocknen lagern kann oder ob die Ware schnell weg muss.
00:24:28: Ja, das ist im Vergleich der letzten jährigen Schnittes schon guter Preis.
00:24:35: Und das kann eben auch eine Alternative in der Fruchtfolge sein fürs Frühjahr, also da werden nach wie vor Waren gesucht und das Ganze ja auch trotz einer ausgeweiteten Anbaufläche.
00:24:46: Also wir haben es gemerkt im Sackgutbereich dass wir deutlich mehr Sonnenblume-Einheiten verkauft haben
00:24:51: Beide Sorten oder?
00:24:53: Beide Beide.
00:24:54: Ja,
00:24:54: okay
00:24:55: und das heißt also die Sonnenblume wird immer wichtiger für die Betriebe.
00:24:59: Sie geht auch schon regional gesehen bis Mecklenburg-Vorpommern wieder Sachsen hoch Schissi Holscher ist noch nicht ganz aber zumindest im Ostdeutsch sind ja auch dass sie immer wichtiger wird.
00:25:10: und als Vermarktungskultur wenn man eben auch entsprechend hacken kann und eine Möglichkeit hat schnell zu trocken oder ein Partner der das kann finde ich kann es eine Alternative sein.
00:25:21: und das ist aber eine Kultur, wo wir eher noch zu Vorkontrakten raten.
00:25:27: Weil ein gewisser Punkt wenn der Markt einmal gedeckt ist dann ist er auch durch für das Jahr
00:25:32: weil der Markt ja auch nicht so groß
00:25:34: ist.
00:25:34: genau Ja.
00:25:35: also die LO-Ware ist denn hier eher noch die kaltgepresste Salatöle.
00:25:41: Aber wenn einmal die Kontakte erfüllt sind Mängenseitig, dann ist der Markt fertig.
00:25:49: Jetzt würde ich gerne mit euch über den Markt sprechen, der eng an dem Speisgetreide-Markt gekoppelt ist.
00:25:54: Der Futtergetreidemarkt.
00:25:56: Bei unserer letzten Folge im Februar meintest du Stefan das da ein klarer Aufwärtstrend zu spüren ist?
00:26:02: Wie ist die Situation jetzt?
00:26:04: Ich fand jetzt die Futterpreise nicht so verkehrt.
00:26:08: Die waren ja auch... ...die waren jetzt nicht so schlecht, glaube ich war noch mal in einer Spitze bei Mitte dreißig.
00:26:14: sowas dann auch her.
00:26:17: Die Futtermühlen, da ist ja Spezialist dann eher die Louisa wieder.
00:26:22: Die versorgen sich ja anders als jetzt die Speisemühlen.
00:26:25: Die machen jetzt keine Jahreskontakte, sondern da geht es erst mal was ex Ernte ist und oder Quartalsweise, dann denkt man bis zum Jahreswechsel und dann geht es weiter.
00:26:35: Also da wird ihr deutlich kürzfristiger kontraktiert und auch geschaut.
00:26:41: Versorgt sind sie alle.
00:26:43: Es ist jetzt nicht knapp gewesen.
00:26:46: dann auch was wir bei uns sehen wenn wir das Poolsystem durchschauen ist dass wir keine Ausweitung sehen im Futtergetreide sondern dass es gleichbleibend ist.
00:26:58: Dann hängt natürlich auch Futter immer davon ab, was und wie viel kommt aus der Speise.
00:27:03: Das ist erst September-Oktober wo man dann mal genau die ganzen Analysen sieht und was kommt da rein?
00:27:11: Kommt da was vom Rocken rein?
00:27:16: Und vorher tut man sich das schwer, einen Mengen Überblick zu haben.
00:27:23: Dadurch dass jetzt die bedient gefüllt sind ist Exernte gar nicht so einfach bzw wird natürlich mit einem Preisabschlag versehen im Verhältnis zur Vor-Saison bis danach weitergeht und es tatsächlich abzuwarten was dann im Herbst an Mengen und Qualitäten da ist.
00:27:44: Und meist kommt er noch mal ein Stück später auch, aber da sieht es momentan die Bestände gut auszustehen.
00:27:53: Luisa du als Expertin auch in dem Bereich genau wie Stefan auch schon meinte kannst du auch nochmal tiefer reingehen?
00:28:01: Na ja, ich würde mal den Blick nochmal ganz groß kurz nehmen.
00:28:04: Man muss hier einmal überlegen wie sich die gesamte Bio-Nachfrage entwickelt und um jetzt einen Kilo Hähnchen vielleicht zu produzieren brauche ich eine gewisse Kilo Getreide.
00:28:13: und wir haben noch die ersten Quartalzahlen für dieses Jahr von Bioabstatt sahen gut aus.
00:28:20: Jetzt, wenn die Zahlen bis dreißig sind sechsten kommen, dann wird man auch schon den Inflationen sorgen und einiger Verbraucher mit inkludiert haben.
00:28:28: Das ist das wird ein spannendes Thema sein.
00:28:31: Und danach scheiden eben viele doch nach dem Geldbeutel.
00:28:34: kauf ich mir die Biomilch, kauf Ich mir das Bio Hackfleisch?
00:28:39: Wenn man jetzt auf die Dialössituation, auf die Betrieben guckt da sind halt die veredelten Produkte ganz entscheidend.
00:28:46: Wir merken aber bei den Landwirten, die jetzt in der Futterverbrauch sozusagen am Ende der Kunde sind.
00:28:56: Dass sie noch nicht wirklich viel Abschlüsse tätigen sondern aktuell Preise abfragen, Preise vergleichen und damit uns auch die Calculationsgrundlage so fürs Futtergetreide gerade fehlt.
00:29:08: Positiv ist es weiterhin bei Leguminosen, weil ich da denke dass die schwankenden Erträge immer wieder dazu führen das wir eine knappe Versorgung haben.
00:29:18: Nichtsdestotrotz konkurriert der Protein gehaltenen Leguminose aber eben auch mit Ölkuchen und da sind die Preise jetzt soweit größtenteils in der Verhandlung oder schon verhandelt.
00:29:28: Das heißt die preisobergrenze ist klar und jetzt kommt darauf an wie die Ernte ausfällt.
00:29:33: Da sehen wir weniger Erbse, weniger Lupine und etwas mehr Ackerbohne zumindest von der Fläche her.
00:29:41: Und wo liegt das dann preislich, tendenziell?
00:29:44: Alle warten ja eigentlich noch ein bisschen auf Kooperationspreise bzw.
00:29:48: Ergebnisse von Rufenthermiskooperationen die verhandelt werden.
00:29:52: aber man diskutiert ja schon Verband zu arbeiten im Bereich über drei Hundert Euro.
00:29:58: Wir sind gerade ein bisschen an mir überlegen wie viel zuviel an Futtergerste und Kritikale im Markt sein könnte.
00:30:07: Nur insgesamt gehen wir davon aus, dass jede Ware aktuell seinen Weg findet und das betrifft eigentlich Speise.
00:30:14: Es betrifgt Futterware es betrifpt auch Ösaaten.
00:30:17: also ist ja eine Situation im Biobereich die wir auch schon mal ganz anders hatten, dass irgendwo U-Ware in kommissionellen Kanal geht oder sowas.
00:30:24: Und so eine Entwicklung haben wir aktuell nicht vor der Brust.
00:30:28: Du hast jetzt noch nicht die Tendenz genannt?
00:30:32: Ich tue mich noch schwer!
00:30:35: Wir haben nicht das Preis, die wo aus dem Februar März muss ich sagen.
00:30:38: Wo wir über drehundfünfzig Euro für den Futterweizen lagen.
00:30:42: Aber ich denke mal wenn man sich mit dreihundertzwanzig Abhof, drehundertzeißig Abhoff beim Futter Weizen vielleicht im ganz Jahrespreis bewegt in der Ernte niedriger Und eine Tritikale und einen Rocken entsprechend niedriger, genauso wie die Gerste.
00:30:59: Aber ganz ja das Preis heißt da...
00:31:01: Also dass man halt kontinuierlich liefert.
00:31:03: Das heißt nicht nur in der Ernte sondern wirklich dann ein Preis hat September bis Juni des nächsten Jahres.
00:31:09: Und je nachdem wenn man später landet in der Abnahme, finde ich halt auch wegen der Lagerkostenadrom dran der Preise was höher ist.
00:31:18: Wenn ich entgegen in der ernte Abnahme gehe, dann ist es halt niedrige.
00:31:24: Stefan, du warst ja eher davon ausgegangen, dass das eher kürzer ist.
00:31:27: Also dass es eher halbjährlichere Quartalsweise Kontrakte sind.
00:31:32: und jetzt, das klingt nach einem Jahresvertrag oder verstehe ich das gerade falsch?
00:31:36: Ja aber es gibt wenig Landwirte die das machen also auch solche Futtermengen haben, dass man sagen kann Es ist dann kontinuierlich zwei drei Lkw auch im Monat es ist weniger wir haben im Futterbereich mehr das Thema Spott-Kontrakte einzelne Monate, die dann im Laufzeitbereich drei bis sechs Monate wenn überhaupt sind.
00:31:57: Ich glaube Legominosen hatte ich auch keinen Preis gesagt da sehen wir bei Ackerbohne-Lupine definitiv eine Fünfforne und bei Erbsen etwa schwächer weil Erbser einfach nicht so viel nachgefragt wird.
00:32:08: das ist eher ein Stärketräger der Mischfutterwerk nur in einzelnen Lkws Anwendung findet oder nicht so stark nachgefragt wird.
00:32:16: Die Anbauempfehlungen Stefan Was kannst du dazu sagen?
00:32:22: Was würdest du empfehlen, auch wenn es schwierig ist.
00:32:26: Ist doch schon alles durch!
00:32:29: Jetzt geht's ums Ehrenden.
00:32:31: Um danach – die Leute machen sich bestimmt auch schon für danach Gedanken.
00:32:34: Drenns hinterherzulaufen wie wir sie im Dingel oder so hatten, geht dann nie gut aus.
00:32:40: Wenn man dann hinterherläuft in diesem Eisen eigentlich schon zu spät dran, also ich finde es jetzt aktuell... ziemlich ausgebogen.
00:32:50: Also der Dinkel, das hält sich so die Waage umpasst und der Hafer ist jetzt nur überladen durch diese drei Sonderfaktoren.
00:32:58: Das geht auch wieder auf ein normales Niveau zurück.
00:33:02: dann auch man sollte seine Fruchtfolge beibehalten und bei kritischen Kulturen sich vielleicht um Vorverträge bemühen dann auch dass man da schon eine gewisse Absicherung hat.
00:33:15: Was
00:33:16: wären kritische Kulture?
00:33:18: Ja, dieses Rauf-Runderspiel ist halt der Dinkel klassisch.
00:33:22: Wo am meisten in Vorverträgen läuft und in den letzten Jahren ist es auch der Hafer gewesen.
00:33:27: das ist wahrscheinlich jetzt schwer voraus zu blicken was in Ernte sieben und zwanzig geht wobei da auch noch mit wenn's eine Sommerung ist ja deutlich mehr Zeit ist dass das was man im Herbst aussieht.
00:33:38: Und da war ja eure Tendenz auch eher schon zu sagen nicht da wieder weggehen weil sonst hat man wieder andere Probleme.
00:33:45: irgendwie
00:33:46: Ne, hat Louisa gesagt wie auch ich.
00:33:48: Ich würde das beibehalten dann auch weil so eine... Wie soll man es ausdrücken?
00:33:53: Überernte qualitativ und Mengen glaube ich kann mir jetzt nicht als selbstverständlich annehmen dass das jetzt wiederkommt.
00:34:00: dann auch ja und das wird sich in der kommenden Saison wieder eindampfen die Mengen und das auf ein normaleres Niveau zurück und dann sieht sie siebenundzwanzig wieder anders aus.
00:34:14: Uisa, kannst du noch was ergänzen?
00:34:17: Ich würde immer sagen dass ich den Weizen da immer nur nicht genug loben kann insofern das er halt sowohl von jeder Speisemühle verarbeitet wird als auch von jeder Futtermühle.
00:34:26: Das heißt wenn ich jetzt auch ein Risiko für hohe Frachtkosten denke oder regionale Abnehmer genauso wie halt auch Selbstmischer eigentlich setzt jeder einen Weizen ein.
00:34:36: Das heisst damit kann ich je nach Qualität finde ich meinen Vermarktungsweg.
00:34:42: Deshalb plädieren wir auch immer aus Mühle natürlich in Norddeutschland, wo wir dann extrem das Problem haben, hohe Qualitäten zu bekommen.
00:34:48: Aber schon dazu dass für uns in der Fruchtfolge wenn es möglich ist Ackerbaulich nicht fehlen sollte.
00:34:56: und ich teile die Empfehlung auch bestimmten kritischen Kulturen, die stark schwanken wie ein Dinkel eine Sonnenblume oder einen Hafer auch zumindest Teil hat über Vorverträge sich da schon abzusichern.
00:35:09: Passend dazu würde mich jetzt auch noch eure Tipps zur Verkaufsstrategie interessieren.
00:35:14: Also es gibt ja diese ein Drittel-Regel, einen dritteln Vorkontrakt der Eintrittel zu Ernte und einen Drittel nach der Ernte.
00:35:21: was würdest du da empfehlen Stefan?
00:35:24: Ich muss jetzt eines herausheben als Markesellschaft im Poolsystem dann auch will sich in Landwirt jeden Tag mit Preisermarkt beschäftigen wie es wo läuft.
00:35:33: ich habe gar nicht die Zeit dafür.
00:35:36: Dafür ist dieses System geschaffen worden.
00:35:38: Da bist du jetzt nicht unten dran, bis dich oben dran.
00:35:41: Gibt es ein Jahr oder fährst du besser?
00:35:42: Ein Jahr später im Hafer natürlich in dieser Saison deutlich besser als jeder der nach der Ernte kam.
00:35:49: Da hat man seine Ruhe und man muss halt das dann wirklich so aushalten und sagen ich bin halt nicht bei den Spitzen dabei aber ich bin auch nicht unten dabei.
00:35:59: was ich gerne empfehle.
00:36:01: Wir haben auch noch sehr hohe Mengen im Pool drin und kritische Kulturen, wie Luisa sagte dann auch
00:36:09: vor
00:36:09: allem im Dinkel dass man sich da auf jeden Fall schon mal einen Teil in Vorverträgen, manche wollen sich ganz... Da tickt jeder anders.
00:36:17: Der eine will sich komplett absichern die anderen gehen den Pool und ich sage es jetzt zocken und warten dann auch bis die Preise noch weiter hochgehen.
00:36:27: Da ist jeder Landwirt anders.
00:36:29: von daher muss man sich da einstellen um dementsprechend das Angebot dafür haben.
00:36:34: also wir können Pool machen Wir machen Vorverträge, wir machen Vertragsanbau wir machen klassisches Tagesgeschäft Und da ist für jeden was dabei.
00:36:46: Ansonsten ist es wie an der Börse, du findest nie den Boden oder die Spitze dann auch.
00:36:53: Sehr gut bildlich verglichen!
00:36:57: Wie siehst Du das?
00:36:59: Ich würde mal dazu plädieren halt das Risiko aufzuteilen dass nicht alles auf ein Pferd eine Kultur und einen bestimmten Tag der Vermarktung zu legen.
00:37:11: Es geht glaube ich dieses Thema von, man kriegt die höchste Spitze und hoffentlich den Boden sowieso selten mit.
00:37:17: Man muss ja auch schauen was kann der Betrieb?
00:37:19: Und wenn sich halt der Betriebe in der Lage ist lange zu lagern und eine sehr gute Liquiditätslage hat dann kann er ein höheres Risiko eingehen als einen Betrieb der gerade eine knappe Finanzsituationen hat und auch keine Lagermöglichkeiten.
00:37:34: und diese Situation muss man einfach einbeziehen.
00:37:38: Ich bin Fan davon immer noch mal über Teilmengen oder kleinere Mengen immer wieder zu sprechen, weil man damit sich eher noch einen passenden Durchschnitt erlösen kann.
00:37:50: Und man sollte im Biobereich auch immer die Herausforderung sehen es gibt nicht immer ein Käufer und es gibt aber genauso auch nicht immer einen Verkäufer.
00:37:58: das heißt wir haben für beide Seiten eigentlich am Ende ein hohes Risiko dass es keine Ware gibt, aber genauso auch das man hat keinen Käufer mehr findet wie es jetzt vielleicht bei Haver der Fall ist.
00:38:08: Also von daher sind tun Landwirte und aber auch genau so die Verarbeitung gut daran im Gespräch zu sein und versuchen gemeinsame Lösungen zu finden.
00:38:19: Jetzt abschließend gibt's noch was, was ihr unseren Hörenden mitgeben wollt?
00:38:24: Ich würde mich freuen wenn man trotz einer angespannten schwierigen Lage versuchten Gespräche zu bleiben gemeinsam an Perspektiven zu arbeiten und wir da den Biomarkt auch schauen, wie wir ihn nach vorne bringen in den verschiedenen Geschäftsfeldern.
00:38:40: entspannt ist es.
00:38:41: Und jetzt hoffe ich erst mal dass wir einen vernünftigen Drusch haben mit guten Qualitäten oder ausreichenden Marktversorgung zur auskömmlichen Preise.
00:38:49: Ich bedanke mich wieder ganz recht herzlich das mir wieder dabei sein durfte.
00:38:53: Ist ein tolles Format ja und ich wünsche jetzt wie gesagt auch allen Landwirten eine sehr gute Ernte Und eine gute Entwicklung dann auch.
00:39:04: Vielen Dank und nochmals Servus aus dem Süden
00:39:06: her!
00:39:08: Danke fürs Zuhören, genau.
00:39:10: Danke euch für die heutige Folge.
00:39:12: es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auch aufs nächste Mal.
00:39:17: Ich weiß ja nicht wie ihr unsere Podcast-Folgen hört ob auf dem Trecker beim Melken Beim Einkaufen beim Autofahren beim Putzen was auch immer.
00:39:27: steht doch jetzt mal auf wenn ihr könnt.
00:39:30: nehmt euer Handy in die Hand und aktiviert die Glocke.
00:39:34: Jetzt könnt ihr keine Folge mehr von wir Biobauern verpassen, ansonsten findet ihr wie immer alle weiterführende Informationen in den Show Notes.
00:39:44: Danke
00:39:44: fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
00:39:59: Falls du noch nicht Mitglied bei Naturland bist, dann könnte genau das das Richtige für dich sein.
00:40:05: Vermarktungsvorteile und das große Netzwerk aus Beraterinnen und Berater sind zwei Gründe, warum sich eine Mitgliedschaft für dich auszahlen kann.
00:40:13: Holt ihr jetzt unser kostenloses und unverbindliches Infopaket?
00:40:17: Klicke einfach auf den Link in den Show Notes, trage kurz deine Daten ein und wir senden dir das Paket in den nächsten Tagen zu!
00:40:23: Bis zum nächsten Mal – Wir freuen uns wenn Du wieder dabei bist Und denkt immer daran Gut beraten mit Naturland.
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